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Soldaten holen Realschulabschluss nach

Pilotprojekt für höhere Laufbahneignung:
Ein Jahr lang haben sie Bücher gewälzt, Formeln auswendig gelernt, gebüffelt – rund 70 Soldaten zwischen Mitte Zwanzig und Anfang Dreißig starteten im Sommer 2016 an der Bundeswehrfachschule Hannover in ein Pilotprojekt der Streitkräftebasis. Ihr Ziel: den Realschulabschluss nachholen.

Dieser befähigt zum Wechsel in eine höhere Laufbahn. Bei entsprechender Qualifikation sollen die Teilnehmer nun zum IT-Feldwebel ausgebildet werden. Denn: Die Bundeswehr sucht dringend Fachpersonal im IT-Bereich. „Wir bieten jungen Menschen in der Streitkräftebasis die Möglichkeit, ihr Potential auszuschöpfen und ihre Karriere flexibel zu gestalten“, sagt der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis über das Projekt. Zweite Chance genutzt:  Die Absolventen des Pilotlehrganges erhielten ihre Abschlusszeugnisse. Damit war der erste Schritt getan.

19 Absolventen haben die Eignung zum IT-Feldwebel nachgewiesen, nun müssen sich die Soldaten noch in einem Auswahlgespräch beim Karrierecenter der Bundeswehr durchsetzen. Aufgrund der positiven Resonanz ist das Projekt um ein Jahr verlängert worden. Über eine Öffnung des Modells für die gesamte Bundeswehr ist noch nicht entschieden. Die zehn Bundeswehrfachschulen sind dem Bildungszentrum der Bundeswehr in Mannheim unterstellt. An den Schulen werden im Schwerpunkt Zeitsoldaten ausgebildet. Im Rahmen des Berufsförderungsdienstes bereiten sie sich auf den Einstieg ins zivile Berufsleben vor. Es können höherwertige Abschlüsse erlangt sowie bestehendes Schulwissen aufgefrischt werden. Alle Abschlüsse sind bundesweit anerkannt.

Quelle: ots

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