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Personen- und Werkschutz

Christoph Probst ist Namensgeber für Bundeswehrkaserne in Garching

Die Bundeswehr-Liegenschaft „Hochbrück“ bei München erhält den Namen eines ehemaligen NS-Widerstandskämpfers. Zukünftig wird das Gelände im Münchener Norden „Christoph-Probst-Kaserne“ heißen. Das Bundesministerium der Verteidigung hat einem entsprechenden Antrag zugestimmt.

Christoph Probst (1919–1943) war Student der Medizinwissenschaften und während des Zweiten Weltkrieges Angehöriger einer Studentensanitätskompanie der Luftwaffe im Range eines Sanitätsfeldwebels. Am 22. Februar 1943 wurde Christoph Probst vom nationalsozialistischen Regime hingerichtet.

Der aktive Widerstand gegen das NS-Regime in der Gruppe „Weiße Rose“ und die Tätigkeit als Sanitätsfeldwebel im Zweiten Weltkrieg gaben den Ausschlag für die Namensfindung. Aber auch der lokale Bezug spielte eine Rolle. So war die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ in München tief verwurzelt und steht bis heute für den studentischen Widerstand gegen ein Unrechtsregime.

Mit Christoph Probst wird innerhalb des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr eines zweiten Angehörigen der Gruppe „Weiße Rose“ gedacht. In der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München ist bereits das Auditorium Maximum nach Hans Scholl benannt.

Damit folgt das Verteidigungsministerium einem Vorschlag der in dieser Liegenschaft Beschäftigten des Zentralen Institutes des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und einer Außenstelle des Bundeswehrkrankenhauses Ulm, die Kaserne nach Christoph Probst zu benennen.

ots
Foto: obs/Presse- und Informationszentrum Sanitätsdienst/privat

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