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Erneuerbare Energien

Die Energiewende als Karrieresprungbrett

Der Sektor der Erneuerbaren Energien bietet für viele Menschen interessante Zukunftsperspektiven. Sowohl im Ausbildungsbereich als auch bei den Studienangeboten gibt es inzwischen eine Vielzahl spezialisierter Angebote. Die Branche bietet sehr gute Zukunftsperspektiven, auch wenn die Gesamtbeschäftigung in dem Sektor zuletzt leicht gesunken ist.

Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, erläutert die Attraktivität dieses Wirtschaftszweigs: „Immer mehr Berufseinsteiger wollen nicht nur Karriere machen, sondern gleichzeitig etwas Sinnvolles in ihrem Leben schaffen. Die Mitarbeit an der Energiewende verbindet beides auf hervorragende Weise: In jungen Teams mit flachen Hierarchien können kreative Köpfe schnell Verantwortung für wichtige Zukunftsfragen und deren Lösungen übernehmen. Gleichzeitig lässt sich dabei aktiv zu Klimaschutz und Modernisierung der deutschen Energieinfrastruktur beitragen.“

Studium oder Ausbildung
Die Energiewende als Berufsfeld ist dabei keineswegs mehr eine regionale Besonderheit: Überall in Deutschland gibt es Studiengänge, die auf die neuen Energietechnologien ausgerichtet sind. Die meisten Studiengänge mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien gibt es in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, den größten Anteil entsprechender Bildungsmöglichkeiten konnten Brandenburg und Schleswig-Holstein verzeichnen. Thematisch stehen naturwissenschaftliche Fächer bzw. Ingenieursstudiengänge im Fokus, aber auch Energieinformatik und spezielle Vertiefungen in den Wirtschaftswissenschaften werden immer wichtiger. Darüber hinaus gibt es durch die Energiewende auch in den Sozialwissenschaften wie etwa in der Umweltpsychologie zunehmend neue Tätigkeitsfelder und entsprechende Studieninhalte.

Auch in Ausbildungsberufen, insbesondere im technischen Bereich, bildet die Energiewende immer häufiger den Schwerpunkt. „Nicht nur in Unternehmen der erneuerbaren Kernbranche, wie etwa Windanlagenproduzenten, Solarinstallateuren und Betreibern von Biogasanlagen, sondern etwa auch in der Zuliefererindustrie, im Anlagen- und Maschinenbau sowie bei Logistik/Spezialfahrzeugen ist durch die intensive Verflechtung der deutschen Wirtschaft eine Mitarbeit an der Energiewende möglich“, betont Krischan Ostenrath, Projektleiter der 2017 beendeten Berufsorientierungsinitiative „Energiewende schaffen“. „Daher fallen viele Energiewende-Jobs und entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten auch im Süden und Westen Deutschlands an, obwohl dort nicht unbedingt die großen Anlagenhersteller sitzen.“

Zukunftsperspektive Energiewende
Dass die Energiewende in ganz Deutschland für erhebliche Beschäftigungseffekte sorgt, hat auch die vom Bundesverband Windenergie, VDMA Power Systems und Offshore-Wind-Industrie-Allianz beauftragte und erst kürzlich veröffentlichte Analyse vom Windenergie-Jobs in den Bundesländern der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) gezeigt. AEE-Chef Vohrer folgert daraus: „Auf Dauer brauchen wir zur Erreichung der Klimaziele einen hohen Zubau Erneuerbarer Energien im Inland, insbesondere im Solar- und Windenergiebereich. Gleichzeitig findet die Energiewende auch international immer mehr Nachahmer, so dass unsere technologischen Lösungen zunehmend auch exportiert werden können. Wenn Deutschland einen klaren Energiewende-Kurs beibehält, bedeutet das auch hervorragende Zukunftsperspektiven für die Jobs in diesem Sektor.“

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