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Gesundheits- und Pflegeberufe

Attraktive Arbeitgeber im Gesundheits- und Sozialwesen ausgezeichnet

Gute und attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen in der Pflege und in sozialen Betreuungsdiensten – das ist eine große nationale Aufgabe. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten die Einrichtungen unmittelbar vor Ort. 27 Kliniken, Pflegeeinrichtungen, soziale Betreuungsdienste und Einrichtungen der ambulanten Versorgung, denen dies in besonderer Weise gelingt, wurden jetzt im Rahmen der Great Place to Work Initiative «Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales» für ihr Engagement bei der Gestaltung einer attraktiven Arbeitsplatzkultur ausgezeichnet.

Die Spitzenplätze im aktuellen Wettbewerb „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2018“ in der Kategorie „Kliniken“ erreichen in diesem Jahr die Schön Klinik Berchtesgadener Land (Platz 1), die Schön Klinik Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein (2) sowie das evangelische Diakoniekrankenhaus Freiburg (3).

Die Top-3-Auszeichnungen in der Kategorie „Pflege“ gehen an den Altenpflegedienstleister domino-world aus dem brandenburgischen Birkenwerder (Platz 1), an die St. Gereon Seniorendienste aus dem nordrhein-westfälischen Hückelhoven (2) und an die K&S Seniorenresidenz Erfurt (3).

Bestplatzierte in der Kategorie „Soziales“ sind – bei den Einrichtungen mit über 50 Beschäftigten – Integra Soziale Dienste aus dem bayerischen Gaimersheim (Platz 1), die Kindertagesbetreuung PariKita Bayern aus Nürnberg (2) und die Behindertenhilfe Marienheim Wettringen aus Nordrhein-Westfalen (3). Bei den kleineren Einrichtungen unter 50 Beschäftigten wurden die Hamburger Jugendhilfe „Auf Kurs“ (Platz 1) und die Kindergarteneinrichtung „Vogelnest“ aus dem baden-württembergischen Appenweier (2) ausgezeichnet.

Den Spitzenplatz in der Kategorie „Ambulante Versorger und Dienstleister“ erreicht in diesem Jahr bei den größeren Einrichtungen (ab 50 Mitarbeitende) die Rehabilitationsklinik Reha Vita aus Cottbus. Bei den kleineren Einrichtungen (< 50 Mitarbeitende) liegt das medizinische Versorgungszentrum MVZ St. Cosmas aus dem bayerischen Neubiberg ganz vorn.

Bundesweit hatten sich insgesamt 177 Einrichtungen mit rund 65000 Beschäftigten an der aktuellen Wettbewerbsrunde beteiligt und einer freiwilligen Überprüfung ihrer Qualität als Arbeitgeber durch das unabhängige Great Place to Work Institut gestellt. Partner der 2006 ins Leben gerufenen Great Place to Work Initiative „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales“ sind der ZEIT-Verlag, die Stiftung „Humor hilft Heilen“ von Dr. Eckart von Hirschhausen, Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) sowie die Initiative Ludwig Erhard Preis e.V. (ILEP). Unterstützt wird der Wettbewerb zudem von den Versicherern im Raum der Kirchen (VRK).

„Die Auszeichnung steht für eine Führung, die glaubwürdig, fair und respektvoll mit den Beschäftigten zusammenarbeitet und für die nachhaltige Förderung von Vertrauen, Begeisterung und Teamgeist in den Einrichtungen sorgt“, sagte Frank Hauser, Geschäftsführer bei Great Place to Work, während der Preisverleihung in Köln.

Die Sonderpreis-Gewinner
Die Sonderpreise des Wettbewerbs „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales 2018“ für herausragende Leistungen in einzelnen Bereichen der Gestaltung einer attraktiven Arbeitsplatzkultur gehen in der Kategorie „Humor am Arbeitsplatz“ an die educcare Kindertagesstätten aus Köln sowie an Integra Soziale Dienste aus Gaimersheim. Die weiteren Sonderpreisträger sind: St. Gereon Seniorendienste aus Hückelhoven in der Kategorie „Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben“, Reha Vita aus Cottbus für „Betriebliche Gesundheitsförderung“ und domino-world aus Birkenwerder für „Qualifizierung der Mitarbeitenden“.

Vorausgegangen waren den Auszeichnungen ausführliche anonyme Befragungen der Mitarbeitenden der teilnehmenden Einrichtungen zur erlebten Arbeitsplatzqualität sowie eine Befragung der Personalverantwortlichen zu den Maßnahmen der Gestaltung einer förderlichen Arbeitsplatzkultur. Unabhängig von einer Platzierung auf der diesjährigen Besten-Liste profitierten alle Teilnehmer des Benchmarkings von der differenzierten Standortbestimmung und wichtigen Impulsen für ihre Weiterentwicklung als gute und attraktive Arbeitgeber.

Gute Arbeitsplatz-Kultur zahlt sich aus
Durchschnittlich bescheinigen vier Fünftel (80 Prozent) der Beschäftigten der aktuellen Preisträger ihrer Einrichtung eine vertrauenswürdige, wertschätzende und förderliche Qualität als Arbeitgeber. Zum Vergleich: In ‚normalen‘ Einrichtungen in Deutschland tut dies nur jeder zweite Mitarbeitende.

Eine gute und attraktive Arbeitsplatzkultur zahlt sich für die Beschäftigten und die Einrichtungen gleichermaßen aus: „Pflege- und Betreuungseinrichtungen mit einer in hohem Maße von Vertrauen, Stolz und Teamgeist geprägten Kultur der Zusammenarbeit sind auch in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreicher und besser für die Zukunft aufgestellt“, sagte Hauser. „Sie profitieren im Vergleich zu ‚durchschnittlichen‘ Einrichtungen von einem höheren Engagement ihrer Mitarbeitenden, von einer um bis zu 50 Prozentpunkte geringeren Zahl an Krankheitstagen, von signifikant niedrigeren Fluktuationsraten und von bis zu dreifach höheren Bewerberquoten.“

Informationen zum Wettbewerb
Der Great Place to Work Wettbewerb „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales“ fand bereits zum zwölften Mal in Folge statt. Ziel der 2006 ins Leben gerufenen Initiative ist es, die Arbeitgeber des Gesundheits- und Sozialwesens bei der Entwicklung einer zukunftsorientierten Arbeitsplatzkultur zu fördern und die gesamte Branche und seine Einrichtungen zugleich durch ein eigenes Qualitätssiegel für hohe Arbeitsplatzqualität und Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Dachwettbewerb ist der bundesweite Great Place to Work Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“, der bereits seit 2002 jährlich durchgeführt wird.

Grundlegend für die Auszeichnungen sind ausführliche Befragungen der Mitarbeitenden der am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen sowie eine Bewertung der eingesetzten Maßnahmen zur Gestaltung einer attraktiven Arbeitsplatzkultur. Die anonym durchgeführte Befragung der Mitarbeitenden umfasst rund 60 Einzelfragen. Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Arbeitsplatzthemen wie: Vertrauen und Fairness in der Zusammenarbeit, Führungsqualität, persönliche Anerkennung und Wertschätzung, Partizipationsmöglichkeiten, berufliche Unterstützung und Entwicklung, betriebliche Gesundheitsförderung, Work-Life-Balance, Identifikation mit der Arbeit sowie die Bindung der Mitarbeitenden an den Arbeitgeber. Die besten Arbeitgeber werden auf Basis von Benchmarks im gesamten Teilnehmerfeld ermittelt. Das unmittelbare Urteil der Mitarbeitenden der Einrichtungen macht zwei Drittel der Gesamtbewertung aus.

Über Great Place to Work®
Great Place to Work® ist ein international tätiges Forschungs- und Beratungsnetzwerk, das Unternehmen und Organisationen in rund 50 Ländern weltweit bei der Entwicklung einer attraktiven und zukunftsorientierten Arbeitsplatzkultur unterstützt. Das deutsche Great Place to Work® Institut wurde 2002 gegründet und beschäftigt am Standort Köln derzeit rund 90 Mitarbeitende.

ots

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