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Logistik- und Verkehrsberufe

Branchenwachstum verstärkt Nachwuchsmangel

Eine Berufsausbildung in einem der Logistikberufe bietet vielfältige Karriereperspektiven. Informationen hierüber enthält der bekannte Imagefilm „Berufswelt Spedition und Logistik“, den der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) jetzt als Relaunch zeigt. Dieser Film stellt die verschiedenen Berufsbilder der Logistik vor: neben „Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung“ die  „Fachkraft für Lagerlogistik“ und „Berufskraftfahrer/-in“.

In allen drei Berufsfeldern erwarten die Auszubildenden anspruchsvolle Tätigkeitsbereiche, welche die effiziente Versorgung von Industrie, Handel und Bevölkerung mit Gütern und Waren sicherstellen. Als Teil der drittgrößten Branche Deutschlands suchen Logistikunternehmen motivierte Nachwuchskräfte, die das klassische Speditionsgeschäft mit modernsten digitalen Tools zur Steuerung vielgliedriger Lieferketten – oftmals in internationalem Umfeld – erlernen wollen. Die kaufmännischen Aufgaben variieren von der Disposition von Sammelgut in Systemverkehren, der Organisation internationaler Logistikprojekte unter Einbezug der See- und Luftfracht, anspruchsvollen Versicherungs- und Verzollungstätigkeiten. Für die Lagerlogistik erlernen die Fachkräfte die Arbeit mit hochmodernen Technologien, mit denen komplexe Lager- und Bewirtschaftungssysteme termingenau gesteuert werden. Und auch der/die Berufskraftfahrer/-in steuert und überwacht heute modernste Fahrzeugeinheiten, unterstützt von Hightech-Assistenzsystemen. „Die digitale Transformation unserer Branche wird neue Anforderungen an die Beschäftigten stellen. Insbesondere von der heute großen Aufgeschlossenheit junger Menschen für die digitale Welt wird die Logistik aber profitieren“, zeigt sich Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) überzeugt.

Der Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung“ erfreut sich seit einigen Jahren wieder stärkerer Beliebtheit. 2016 entschieden sich 5610 Auszubildende für den Einstieg in diesen Beruf mit Perspektive. Dass es sich beim Berufsbild nicht um eine Männerdomäne handelt, belegt der hohe Frauenanteil in Höhe von 39 Prozent. „Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen hält allerdings noch nicht mit dem Wachstum der Branche Schritt“, bedauert Huster. „Die auch zukünftig stark expandierende Logistikbranche sucht dringend Nachwuchskräfte. Je nach Engagement und interner Qualifikation sind nach der Ausbildung die Karrierechancen in der Logistikbranche auch ohne zusätzliches Studium sehr hoch“, betont Huster. Viele ehemalige Auszubildende arbeiten bereits nach kurzer Zeit in leitenden Positionen, nicht selten auch in Auslandsniederlassungen ihrer Ausbildungsbetriebe.

Deutsche Absolventen sind auch im internationalen Umfeld angesehene Fachkräfte, das System der dualen Berufsausbildung bleibt im internationalen Vergleich ein Vorzeigemodell. Anders als in anderen Ländern, wo die berufliche Ausbildung nahezu ausschließlich in schulischer Umgebung erfolgt, wird in Deutschland im Durchschnitt an vier Tagen pro Woche im Ausbildungsbetrieb und an einem Tag in der Berufsschule ausgebildet.

„Von der dualen Berufsausbildung profitieren beide Seiten: Unternehmen können ihren Fachkräftenachwuchs nicht nur branchenbezogenes, sondern zusätzlich passgenau betriebsspezifisches Fachwissen vermitteln, wodurch die Bindung der jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen gestärkt wird. Dadurch stehen sie unmittelbar nach ihrer praxisbezogenen Ausbildung dem Betrieb als vollwertige Fachkraft zur Verfügung. Und die Chancen übernommen zu werden, stehen für motivierte Berufsanfänger sehr gut“, so Huster abschließend.

Infos
Den Imagefilm „Berufswelt Spedition und Logistik“ gibt es hier.

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