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Logistik- und Verkehrsberufe

32. Kfz-Sachverständigentag des BVSK

Der 32. Kfz-Sachverständigentag fand unter dem Generalthema „Perspektiven schaffen – Zukunft gestalten – BVSK“ in Potsdam statt. Trotz der vielen Veranstaltungen, die es zwischenzeitlich für Kfz-Sachverständige in Deutschland gibt, haben etwa 300 Sachverständige den Weg nach Potsdam gewählt und einen spannenden Sachverständigentag erlebt.

Interessante Einblicke in die Digitalisierung gab der Geschäftsführer der eTribes Connect GmbH, Arne Stoschek, der klarmachte, dass die Digitalisierung nicht nur ein Schlagwort ist, sondern auch die Tätigkeit des freiberuflichen Sachverständigen unmittelbar verändern wird.

Wolfgang Wellner, Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, erläuterte die Rechtsprechung des VI. Senates und wies in seinem Vortrag mehrfach auf die Notwendigkeit der Hinzuziehung eines qualifizierten Sachverständigen hin. Er machte deutlich, dass das BVSK-Honorarmodell in jeder Beziehung geeignet sei, auch gegenüber Versicherern zu dokumentieren, dass das Honorar des Sachverständigen angemessen ist. Wellner machte klar, dass aus Sicht seines Senates die Honorarbefragung des BVSK die einzige nachvollziehbare Honorarbefragung freiberuflicher Sachverständiger derzeit in Deutschland ist.

Spannende Einblicke
Daniel Gruber, Vertriebschef der Firma AVL DiTEST, gab einen spannenden Einblick in die Welt der Diagnosetechnik. Der Vortrag machte deutlich, wie wichtig die vor einigen Jahren eingegangene Kooperation zwischen BVSK und AVL ist.

Ein Thema das lange vernachlässigt wurde, bekam durch den Chef der BMW Motorrad Produktion, Dr. Marc Sielemann, eine neue Dimension. Er entführte die Teilnehmer des Sachverständigentages in die BMW-Zweiradwelt und zum Erstaunen aller Teilnehmer konnte festgehalten werden, dass alle 65 Sekunden ein BMW-Zweirad das Band verlässt.

Mit Spannung wurde der Vortrag des Geschäftsführers der DAT, Jens Nietzschmann, erwartet, der nicht nur den Aufwand bei der Erstellung der Kalkulationsdaten erläuterte, sondern der auch klarmachte, dass der Sachverständige das letzte Wort hat, wenn es um die Feststellung eines Unfallschadens geht. Der DAT-Geschäftsführer machte auch deutlich, dass die DAT sich künftig stärker engagieren wird, um freiberuflichen Sachverständigen nun im Bereich der Büroverwaltung Software anbieten zu können. Erstmalig wurde der Öffentlichkeit deutlich gemacht, dass sich die DAT an der Firma OnRex, die im Bereich der Produktentwicklung von Büroverwaltungssoftware tätig ist, beteiligt.

Die Feuertaufe bestand der neue Geschäftsführer Michael Bröning, der neben Robert Köstler die GTÜ im Bereich der nichtamtlichen Tätigkeiten ausbauen wird. Michael Bröning gab einen Überblick über die aktuelle Situation in der Automobilbranche und zog erste Schlussfolgerungen, wie die GTÜ als Sachverständigenorganisation freiberuflicher Sachverständiger hierauf reagieren kann. Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte Ingrid Amon, die über die Macht der Stimme sprach und sicher für viele Teilnehmer überraschend erklären konnte, dass die Kundengewinnung mit einem entsprechenden Stimmeinsatz wesentlich vereinfacht wird.

In seinem Schlusswort dankte BVSK-Präsident Dirk Barfs den Referenten für eine spannende Kongressveranstaltung, die auf dem anschließenden Festabend noch eine Fortsetzung fand. Ein besonderer Dank galt der Firma car.tv, die den traditionellen Come-together-Abend am Vorabend ermöglicht hat.

Die Jahreshauptversammlung, die traditionell den Sachverständigentag beschließt, fand am 17. Juni 2017 statt und konnte in der Rekordzeit von nur 90 Minuten abgehalten werden. Der BVSK hat erneut bewiesen, dass der Sachverständigentag die große Veranstaltung im freiberuflichen Sachverständigenwesen ist, die nicht nur ein einmalig günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, sondern die für jeden Sachverständigen eigentlich ein Pflichttermin sein sollte.

Quelle: BVSK

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