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Von der Leyen: „Sie haben Großes geleistet!“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen empfing im Bundesministerium der Verteidigung rund 200 Angehörige der Bundeswehr, die im Rahmen der Flüchtlingshilfe in Deutschland tätig waren. Sie hatte diese stellvertretend für die über 20.000 Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Beschäftigten, die in der Flüchtlingshilfe eingesetzt waren, geehrt.

Die Bundeswehr hat seit Sommer 2015 in ihrem bisher längsten Unterstützungsauftrag im Inland den Bund, die Länder, Landkreise und Kommunen unterstützt. Dies war ein wesentlicher Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise vor Ort.  Zu Spitzenzeiten waren bis zu 9.000 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr in enger Zusammenarbeit mit anderen Hilfskräften unterschiedlichster Organisationen und freiwilligen Helfern im gesamten Bundesgebiet in der Flüchtlingshilfe gebunden.

Von der Leyen: „Sie haben Großes geleistet und damit nicht nur hunderttausenden Flüchtlingen in ihrer Not direkt geholfen. Viele Städte und Kommunen sind heute noch dankbar und voller Anerkennung für die überaus professionelle und hochflexible Unterstützung durch die Angehörigen der Bundeswehr. Sie haben das hohe Vertrauen der Menschen in ihre Bundeswehr gestärkt: Das Land kann sich auf seine Bundeswehr verlassen – sie ist da, wenn sie gebraucht wird! Das ist ein weiteres stolzes Kapitel in der über 60-jährigen Leistungsbilanz der Bundeswehr.“

Die Bundeswehr hat damit dazu beigetragen, dass eine große Anzahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden schnell in Deutschland aufgenommen, versorgt und medizinisch betreut werden konnte. Die Unterstützung wurde zum 31. März 2017 eingestellt. Heute unterstützt die Bundeswehr lediglich noch im Liegenschaftsbetrieb u.a. im Wartezentrum Erding und im Camp Fallingbostel.

Hintergrund
Ausgangspunkt für die Unterstützung der Bundeswehr im Rahmen der Flüchtlingshilfe war die stetig steigende Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylsuchenden im Sommer 2015. Sie fand im September 2015 ihren damaligen Höhepunkt, als täglich bis zu 15.000 Flüchtlinge nach Deutschland einreisten. Die täglich anwachsende Zahl unterzubringender und zu versorgender Flüchtlinge führte die zuständigen Behörden und die Hilfsorganisationen im Verlauf des Oktobers 2015 an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Selbstverständlich wurden daraufhin mit „maximaler Kulanz“ Fähigkeiten der Bundeswehr im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zur Unterstützung des Bundes, der Länder und Kommunen eingesetzt. Insgesamt konnte der Bund die Länder und Kommunen mit über 172.000 Unterbringungsplätzen unterstützen.

Vom 29. August bis zum 18. November 2016 vermittelte die Bundeswehr im Rahmen eines zivilen Ausbildungsprogramms für freiwillige syrische Flüchtlinge zivil verwertbare berufsorientierte Kenntnisse und Fertigkeiten (Technik, Bau, Handwerk und Sanität/Erste Hilfe), die es erlauben, nach Wiederherstellung friedlicher Verhältnisse, aktiv am Wiederaufbau Syriens teilzunehmen sowie in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert zu werden. Insgesamt haben im letzten Jahr 100 Syrerinnen und Syrer daran teilgenommen. Die diesjährige Ausbildung hatte am 20. März 2017 mit 75 Teilnehmern begonnen und dauerte bis zum 9. Juni 2017.

Quelle: Bundesverteidigungsministerium

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