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Gesundheits- und Pflegeberufe

Im weltweit größten Industriezweig arbeiten

Hörgeräte, Endoskope, Ultraschallgeräte, Röntgengeneratoren und vieles mehr: Derartige Geräte lernen Medizintechnik-Studenten zu entwickeln. Denn später arbeiten diese Ingenieure in der Forschung von Firmen des weltweit größten Industriezweigs.

In Deutschland gibt es beispielsweise folgende traditionelle Hochschulen, die ein Masterstudium für das Fach Medizintechnik anbieten: die Technische Universität München, Hochschule Ulm, Hochschule Amberg-Weiden, Ernst-Abbe-Hochschule Jena und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ein Masterstudium dauert meist vier Semester. Man kann es durchlaufen, wenn bereits ein Bachelor-Abschluss für das Fach Medizintechnik oder ein anderes ingenieurwissenschaftliches Fach vorhanden ist.

Hohe Exportquote deutscher Firmen
Neben Japan und den USA ist Deutschland eine der führenden Exportnationen in diesem Wirtschaftszweig. Die Exportquote beträgt nach Angaben des Portals Statista über 60 Prozent. Unternehmen wie Robert Bosch Healthcare, GEA Lyophil oder B. Braun sind dabei hierzulande die Top-Marktführer.

Branche bietet gute Forschungs-Optionen
Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) sieht in seinem Expertenbericht „Biomedizinische Technik“ bei modernen Operationsverfahren, der Digitalisierung der Patientenversorgung und High-Tech-Implantaten das größte Innovationspotential der Branche. Neue Technologien sollten nach Ansicht des VDE schneller für Patienten verfügbar sein. „Forschung und Entwicklung, die mit einem hohen Risiko einhergehen, benötigen adäquate Förderung. Neue Medizintechnologien brauchen zudem realistische Zugangswege zu Markt, Erstattung und damit zum Patienten“, so Dr. Cord Schlötelburg, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE.

Dazu gehörten beispielsweise bildgebende Diagnoseverfahren, mit denen Chirurgen durch Eingriffe navigieren, und etwa (teil-)autonome Assistenzsysteme. In diesem Forschungsbereich gebe es noch viele Entwicklungsbedarf, ebenso in der Vernetzung diverser Medizingeräte für OP und Intensivmedizin.

Infos
Weitere medizintechnische Studiengänge gibt es unter www.studieren-studium.com/

 

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