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Logistik- und Verkehrsberufe

Fernverkehr: Busfahrer gesucht

Deutschland sucht Busfahrer (m/w). Denn der Fernbuslinienverkehr unterliegt seit 2013 dem freien Wettbewerb, was zu einem rapiden Anstieg der Strecken und Fahrgastzahlen bis 2015 geführt hat. Inländische Fernomnibusse beförderten im vergangenen Jahr 17–19 Millionen Menschen.

Es bieten sich auch hier für abgehende Zeitsoldaten (m/w) Optionen der Ausbildung und Arbeit. „Wir freuen uns über diese beispiellose Erfolgsgeschichte des Fernbusses“, sagt Wolfgang Steinbrück, Präsident des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer (bdo).

Ausbildungswege
In diesem Beruf geht es primär darum, Personen zu chauffieren. Zudem machen Busfahrer das Vehikel fahrbereit, beheben kleinere Pannen, kennen ausländische Verkehrsregeln, rangieren in engen Altstadtgassen, verkaufen Getränke, Essen und Fahrscheine, kommen mit meckernden Fahrgästen klar, planen Routen und organisieren mit. Dabei ist ein langer Geduldsfaden gefragt. Und die Bereitschaft zur Schicht- und Wochenendarbeit.

Die meisten Ausbildungsbetriebe stellen Azubis mit Hauptschulabschluss ein, obwohl rechtlich kein Schulabschluss vorgeschrieben ist. Ein weiteres Aufnahmekriterium ist das Bestehen der medizinisch-psychologischen Untersuchung mit Sehtest. Drei Jahre dauert der Lehrgang in Betrieb und Berufsschule, die offizielle Berufs-Bezeichnung lautet „Berufskraftfahrer der Fachrichtung Personenverkehr“. Wer technisches Verständnis mitbringt, hat gute Chancen, die Ausbildung zu überstehen.

Es gibt auch einen schnelleren Weg in den Beruf: die sogenannte „beschleunigte Grundqualifikation“ für den gewerblichen Personenverkehr. Diese besteht aus 140 Stunden theoretischem und praktischem Unterricht mit anschließender Prüfung vor der örtlich zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK). Der Erwerb des eigentlichen Bus-Führerscheins (Klassen D bis D1E) erfolgt separat oder später.
Wer zusätzlich zum Bus auch noch andere Vehikel wie Straßen- und U-Bahnen fahren möchte, für den bietet sich die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb an. In diesem Beruf fällt auch noch eine Menge Büroarbeit an: Fahrpläne erstellen, Fahrpreise kalkulieren, Kundenbeschwerde-Management oder sogar das Überwachen und Sichern des Bahnhofsbetriebs und vieles mehr. Ebenso diese Ausbildung dauert drei Jahre.

Fahrermangel entwickelt sich zum Problem
Zur Zeit suchen die Unternehmer so viele Busfahrer, dass sie den Mangel als wirtschaftliches Hinderniss betrachten: „74 Prozent der befragten Unternehmen sehen im Fahrermangel das größte Hemmnis der Entwicklung“, heißt es in der aktuellen Konjunkturumfrage des bdo. Weitere Stolpersteine seien etwa fehlende optimale Busstationen im Fernlinienverkehr oder auch der Preisverfall, den viele Fernomnibusunternehmer in Konkurrenz zu Bahn und Flugzeug befürchten. Dennoch beurteilen immerhin 77 Prozent der Unternehmerschaft die momentane Geschäftslage als befriedigend bis gut.

Quelle: bdo

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