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Handwerk

Kreislauf der Talente, der allen zugutekommt

Erfahrungen austauschen und voneinander lernen: Kompaniechefs und Kompaniefeldwebel vom Führungsunterstützungsbataillon 282 (FüUstgBtl 282) aus Kastellaun besuchten das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft Koblenz (BzBwWi) und lernten dabei auch die modernen Bildungseinrichtungen der Handwerkskammer (HwK) Koblenz kennen. Ziel der Tagung war die Darstellung des aktuellen Sachstands der Kooperation Bundeswehr und Wirtschaft sowie die Gestaltung weiterer Formen der Zusammenarbeit.

Der Antrittsbesuch beim BzBwWi Koblenz durch den neuen Kommandeur in Kastellaun, Oberstleutnant Michael Mensching, der sich in besonderer Weise u.a. mit dem Thema Personal – Kreislauf der Talente – beschäftigt, war vorausgegangen.

Beim Besuch ausgewählter Fachbereiche der Automatisierung, Elektro- und IT-Technik sowie der Laser-, Automotiv- und Fertigungstechnik bekamen die Gäste bereits zu Beginn der Tagung einen Einblick in die überbetriebliche Unterweisung, die angesichts wachsender Anforderungen an die Fachkräfte im Handwerk an Bedeutung gewinnt und ein entscheidender Faktor für die Qualität der beruflichen Qualifizierung ist.

In dem Zusammenhang wurde an Beispielen aufgezeigt, wie die Bundeswehr den in der Wirtschaft ausgebildeten Nachwuchs erhält, diesen während, am Ende und nach der aktiven Dienstzeit in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft qualifiziert und ihn so gezielt auf das zivile Erwerbsleben vorbereitet und integriert.

Der Anteil der vom Ausbildungsbetrieb übernommenen Ausbildungsabsolventen lag beispielsweise 2013 nach einer BiBB-Studie bei rund 42 Prozent unbefristeter Übernahmen. Dadurch wird ein Wechsel nach der Ausbildung zum Arbeitgeber Bundeswehr für viele junge Menschen eine attraktive Alternative für den Start in einen neuen beruflichen Lebensabschnitt. Bundeswehr und Wirtschaft sind somit im „Personalkreislauf“ keine dauerhaften Konkurrenten um junge Menschen, sondern Partner.

„Im Zusammenspiel mit Unternehmen, Bildungsträgern und weiterer Fachexpertise aus der Wirtschaft schnüren wir bereits hier für die Soldatinnen und Soldaten, in Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungsdienst (BFD), ein individuelles, maßgeschneidertes Paket zur Eingliederung in den Zivilberuf in der Wirtschaft“, so Hauptmann a.D. Helmut Kemp.

Anspruch auf Förderung
Die Soldatinnen und Soldaten verlassen die Bundeswehr nach Abschluss ihrer zeitlich befristeten Dienstzeit höher qualifiziert als bei ihrem Diensteintritt. Das ist ein Markenzeichen der Bundeswehr. Darüber hinaus haben Zeitsoldaten einen nach der Verpflichtungszeit zeitlich und finanziell gestaffelten Anspruch auf Förderung der schulischen und beruflichen Bildung.

„Im Mittelpunkt der bisher sechzehnjährigen bundesweit erfolgreichen Arbeit“, so Oberst d.R. Hans-Joachim Benner, „steht weiterhin die Entwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte, die auf den zivil-militärischen Vorgaben aufbauen und sowohl für die Unternehmen wie für die Bundeswehr von Nutzen sind. Im Mittelpunkt dabei steht aber immer der Mensch, die Soldatin, der Soldat.“

Abschließend zogen sowohl die Gäste aus Kastellaun als auch das Team vom BzBwWi Koblenz ein überaus positives Ergebnis aus der gemeinsamen Tagung. Es gilt, so die einstimmige Meinung, das Treffen als eine feste Größe im Jahreskalender zu etablieren.

Text: HwK Koblenz

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