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Handwerk

Als junger Geselle zur Bundeswehr?

Bad Kreuznach. Gesellenprüfung – und dann? Von zehn Maurerlehrlingen, denen im Sommer 2015 ihre Berufsabschlussprüfung bevorsteht, wissen derzeit zwei, dass sie anschließend vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden. Dr. Lothar Greunke, Leiter des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, betonte, dass es zum Erhalt der erworbenen Berufskenntnisse und -fertigkeiten sowie zur Vermeidung von Rentennachteilen entscheidend wichtig sei, nach der Gesellenprüfung nicht arbeitslos zu werden. Über die Bundeswehr als eventuelle Berufsalternative gab deshalb Hauptmann Alexander Lovinusz vom Karrierecenter der Bundeswehr Mainz eine Berufsorientierung im HwK-Zentrum Bad Kreuznach. Sie umfasste einen Überblick über Aufgaben und Struktur der Bundeswehr, Laufbahnen in der Wehrverwaltung und in den Streitkräften sowie Anforderungen an den Soldatenberuf.

In seiner persönlichen Vorstellung machte Lovinusz klar, dass der Soldatenberuf ein besonderer Beruf ist. Seine Kernanforderungen sind: körperliche Leistungsfähigkeit, Kameradschaft, Waffenausbildung sowie die Bereitschaft zu regionaler Mobilität. Dazu kommt bei über elfmonatiger Verpflichtung als Freiwillig Wehrdienstleistender oder als Zeitsoldat die Bereitschaft zu weltweiten Auslandseinsätzen. Ein Kurzvideo erläuterte den Maurerlehrlingen exemplarisch den Alltag von „Pionieren“ in Afghanistan. Vor allem müsse die Berufsentscheidung von der Familie mitgetragen werden, so Lovinusz.

Und da die allermeisten nach Ablauf der Verpflichtungszeit in das zivile Berufsleben zurückkehren, ist es von vornherein wichtig, sich auf diese Rückkehr bereits während der „aktiven“ Dienstzeit vorzubereiten.

Dr. Lothar Greunke

Infos
HwK-Berufsbildungszentrum,
Siemensstraße 8,
55543 Bad Kreuznach,
Tel. (0671) 894013-810, Fax -888,
BBZ-Kreuznach@ hwk-koblenz.de,
www.hwk-koblenz.de

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