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Logistik- und Verkehrsberufe

Verteidigungsministerin besucht Logistikzentrum der Bundeswehr in Wilhelmshaven

Ausrüstung der Soldaten im Auslandseinsatz, Waffenlieferungen an die Peschmerga, Versorgung von NATO-Verbänden oder Fahrzeuge für die Truppe zu Hause – das Logistikzentrum der Bundeswehr (LogZBw) in Wilhelmshaven ist Die logistische Drehscheibe der Bundeswehr. Die Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen (CDU), verschaffte sich am Mittwoch, 1. April 2015, vor Ort einen Einblick in die Aufgaben der rund 1.000 militärischen und zivilen Mitarbeiter des Zentrums.

Brigadegeneral Michael Vetter, der Kommandeur des LogZBw, nahm die Ministerin in Empfang. Er unterrichtete sie gemeinsam mit einigen Mitarbeitern über die Arbeit in der Dienststelle. Von der Leyen sagte anschließend: „Das Logistikzentrum versorgt die Truppe zu jeder Zeit, auch an den entlegensten Orten. Die logistische Kette ist für die Bundeswehr von größter Bedeutung, dafür sind die Frauen und Männer 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr im Einsatz.“ Allein 2014 konnte das Zentrum eine Millionen Materialauslieferungen für sich verbuchen.

Afghanistan-Abzug gemeistert
Vetter berichtete der Dienstherrin von der Rückverlegung der Ausrüstung aus dem Afghanistan-Einsatz. Unter der Federführung des LogZBw, das seit 2002 besteht, wurden in den vergangenen zwei Jahren 30.000 Tonnen Material – ein Großteil über den eigens in der türkischen Hafenstadt Trabzon errichteten Umschlagpunkt – zurück nach Deutschland transportiert. „Eine echte Erfolgsgeschichte“, kommentierte von der Leyen, „es war die größte logistische Operation seit Bestehen der Bundeswehr, die gemeistert wurde, weil hier im Logistikzentrum alle Abläufe wie in einem Schweizer Uhrwerk getaktet sind.“

Einblick in die Operationszentrale
Einen Einblick erhielt die Ministerin auch in die Operationszentrale der Dienststelle. Von dort werden alle logistischen Unterstützungsleistungen der Bundeswehr weltweit koordiniert und gesteuert. Die Ministerin zeigte sich interessiert, stellte Fragen, ließ sich von den Mitarbeitern Arbeitsprozesse erklären. „Wenn ich das nächste Mal irgendetwas auf dieser Welt plane, denke ich an Sie“, so die Verteidigungsministerin, „danke, dass ich bei Ihnen reinschauen durfte.“

Größter Standort der Bundeswehr
Mit rund 20 Dienststellen ist Wilhelmshaven der größte Standort der Bundeswehr. Die Zahl der Dienstposten wächst im Zuge der Umstrukturierung der Bundeswehr derzeit von knapp 7.800 auf über 8.500 an. In den Standort Wilhelmshaven werden in den nächsten Jahren 600 Millionen Euro für Neubau- und Sanierungsarbeiten investiert. „Es ist schön zu sehen, dass die Bundeswehr hier eine Heimat, einen Standort mit Zukunft gefunden hat.“ Nach ihrem Antrittsbesuch beim Führungsunterstützungsbataillon 381 war dies von der Leyens zweiter großer Besuch in einer Dienststelle der Streitkräftebasis, des zweitgrößten Organisationsbereichs (rund 47.000 Mitarbeiter) der Bundeswehr. Die Streitkräftebasis fungiert als „Dienstleister“ der Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine; zu den Hauptaufgabenfeldern gehören neben der Logistik u.a. auch die Katastrophenhilfe im Inland und die strategische Aufklärung. Die Soldaten des Wachbataillons beim Verteidigungsministerium gehören beispielsweise auch zur Streitkräftebasis.

ots/Jasmin Henning

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