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Der BFD: Unterstützer während und nach der Dienstzeit

Der Berufsförderungsdienst (BFD) unterstützt Zeitsoldaten und freiwillig Wehrdienstleistende auf ihrem beruflichen Weg während und nach der Dienstzeit. „Es ist daher für jeden Soldaten empfehlenswert, sich einen Beratungstermin bei einem BFD-Berater geben zu lassen“, so Regierungsoberinspektorin Christina Dennenmoser, BFD-Beraterin in München. „Denn jeder Soldat hat einen individuellen Lebenslauf, eine andere Ausbildung und andere Vorstellungen über seine berufliche Zukunft – auch außerhalb der Bundeswehr.“

Die Arbeit des BFD lässt sich in Zahlen messen: die Eingliederungsquote beträgt deutschlandweit über 90 Prozent. Um den BFD-Anspruch jedoch optimal nutzen zu können, sollten bestimmte „Anregungen“ beachtet werden.

Früh den Grundstein legen
„Damit die Weichen für die Zukunft frühzeitig gestellt werden können, sollten BFD-Berater und Soldat sich bereits in den ersten beiden Dienstjahren besprechen“, sagt Regierungsdirektorin Helga Kugler, Leiterin des BFD in München. Auf diese Weise könnten sich beide Seiten schon zu Beginn der Laufbahn kennenlernen und wüssten dann über das Leistungsangebot des BFD und mögliche Weiterbildungsangebote Bescheid.

„Keine militärische Laufbahn verläuft gleich, jeder Soldat hat andere Ziele. Darum ist es wichtig, dass sich jeder Soldat frühzeitig mit dem zuständigen BFD-Berater trifft und sich nicht auf Informationen vom Hörensagen verlässt“, appelliert auch Christina Dennenmoser. Denn später könne man an das Erstgespräch anknüpfen und der zu beratenden Person die Berufsmöglichkeiten, die sich aus seinem oder ihrem derzeitigen Profil ergeben, aufzeigen.

Daneben bietet der BFD ein breites Spektrum an Maßnahmen, die dem Soldaten die Eingliederung ins zivile Berufsleben erleichtern. Dazu gehören auch die Jobmessen, auf denen sich Firmen präsentieren und die Soldaten Kontakte zu möglichen neuen Arbeitgebern knüpfen können.

Sobald der Soldat dann seinen persönlichen Berufsweg festgelegt hat, besprechen der BFD-Berater und der Soldat einen Förderungsplan, der dem Soldaten helfen soll, sein Karriereziel zu erreichen. Der BFD-Berater setzt dabei die Förderungsansprüche fest. Diese Ansprüche beziehen sich auf die Verpflichtungszeit jedes einzelnen Soldaten. Der BFD unterstützt die Zukunftsplanung zudem mit weiteren Angeboten wie Berufsorientierungspraktika oder dem Besuch von Fördermaßnahmen.

Gut geschultes BFD-Personal
Damit die BFD-Berater ihrer verantwortungsvollen Aufgabe gerecht werden können, wird auf ihre Schulung großen Wert gelegt. Denn schließlich ist jedes Gespräch individuell auf die zu beratende Person zugeschnitten. Durch das Bildungszentrum der Bundeswehr werden allen Beratern daher in vier Modulen die Grundlagen ihrer Tätigkeit vermittelt.

Auch sammeln sie regelmäßig Informationen über das Arbeitsleben außerhalb der Bundeswehr, bei der Arbeitsagentur, der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer. Dieser Kontakt zur Wirtschaft zahlt sich für den Soldaten aus: denn der BFD-Berater weiß so genau, welche Trends sich auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt abzeichnen und wie es um die jeweiligen Karrierechancen steht.

Mit den Angeboten des BFD kommt der Dienstherr und Arbeitgeber Bundeswehr seiner Fürsorgepflicht für die Soldatinnen und Soldaten nach. Und gerade zum Ende der Dienstzeit ist dies besonders wichtig.

Juliane Behring/Meike Reetz

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