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Logistik- und Verkehrsberufe

Autos, Unfälle und Fahrzeugschäden

Die Hürden für den Beruf Kraftfahrzeugsachverständige/-r sind hoch, doch am Ende winkt ein herausfordernder Job. In diesem Beruf geht es darum, Fahrzeugschäden nach Unfällen, zum Wiederverkauf oder im Rahmen der Fahrzeugzulassungsverordnung zu bewerten.

Diese berufliche Tätigkeit setzt eine abgeschlossene Meisterprüfung im KFZ-Bereich voraus, oder ein absolviertes Studium der Fachrichtungen Fahrzeugtechnik, Maschinenbau oder Elektrotechnik. „Für Maschinenbauingenieure müsste eine kraftfahrzeugtechnische Zusatzausbildung stattfinden“, sagt Michael Lukassek, Vorstandsmitglied des Verbands der unabhängigen Kfz-Sachverständigen (VKS). Meister oder Ingenieure bringen eine dreijährige Kfz-Berufspraxis sowie den Nachweis über eine zweijährige berufliche Erfahrung auf dem Gebiet der Fahrzeugschäden und -bewertung mit. Dies sind die fachlichen Voraussetzungen die man – neben den persönlichen – nachweist, um von einem der Berufsverbände oder einer Prüfstelle das Zertifikat zu erhalten, auch wenn die Berufsbezeichnung nicht geschützt sei.

Die Prüfung mit Zertifikat bietet zum Beispiel die ZAK-Zertifizierungsstelle für Fahrzeugsachverständige GmbH aus Diez an. Dazu füllen die Bewerber/-innen unter anderem den Antragsvordruck aus, reichen ihre aus der Meister- oder Ingenieurserfahrung bereits vorrätigen Gutachten ein und nehmen an der schriftlichen, mündlichen sowie praktischen Prüfung mit einer Gesamtdauer von 4 Stunden und 45 Minuten teil. Dieses Zertifikat ist dann fünf Jahre gültig; Kfz-Sachverständige stellen sich vor Ablauf dieses Zeitraums rechtzeitig der sogenannten Rezertifizierung. Dies bedeutet, dass zwei Prüfer mehrere eingereichte Gutachten aus der Arbeitspraxis des Kfz-Sachverständigen bewerten. Ist das Ergebniss überdurchschnittlich, „kann auf ein Fachgespräch im Rahmen der Rezertifizierung verzichtet werden“, so die ZAK. Alle zweieinhalb Jahre überprüft die ZAK Gutachten der Sachverständigen stichprobenartig. Insgesamt drei Tage in Vollzeit beträgt die jährliche Pflicht zur Weiterbildung.

Eine Anerkennungsprüfung bietet auch der Verband VKS oder der Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen (BVSK) an.

Viele Kraftfahrzeugsachverständige arbeiten freiberuflich. Auch technische Prüfstellen oder Versicherungen kommen infrage.

Bei all der Mühe sind nach der Qualifikation die Bruttoverdienstchancen in diesem Job gut: nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit zwischen 2929 und 3602 Euro.

Nähere Informationen zur Prüfung und den Zugangsvoraussetzungen für diesen Beruf:

  • ZAK: www.zak-zert.de
  • Weitere Prüfstellen:
    VKS: www.vks.org
    BVSK: www.bvsk.de

Red.

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