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Kommandowechsel in Kastellaun

Eine der wesentlichen Berufsanforderungen an Offiziere und deren Angehörige ist die Bereitschaft und Fähigkeit zu regionaler Mobilität. Sichtbar gemacht wird diese Anforderung beim Wechsel an der Führungsspitze von Truppenteilen, wie z.B. die Übergabe des Führungsunterstützungsbataillons 282 in Kastellaun, das auf weltweite Satellitenkommunikation spezialisiert ist. Oberstleutnant Sven Voigtmann hatte den Verband drei Jahre lang geführt, in dieser Zeit rund 50 Fernmeldeübungen mit ihm absolviert, 380 Rekruten ausbilden lassen, und er war selbst 2013 für sechs Monate im ISAF-Einsatz in Afghanistan. Dies alles vor dem Hintergrund der bis Mitte 2014 einzunehmenden Umgliederung gemäß der Vorgaben zur Transformation der Bundeswehr in eine Einsatzarmee. Jetzt hieß es für ihn Abschied nehmen: Im Rahmen eines Übergabeappells unter Leitung von Generalmajor Heinrich-Wilhelm Steiner, Kommandeur des Führungsunterstützungskommandos der Bundeswehr, wurde am 4. September auf dem Major-Tholi-Platz* in der Hunsrück-Kaserne in Kastellaun die Befehlsgewalt über das Bataillon auf Oberstleutnant i.G. Michael Mensching übertragen.

Dem Appell, der vom Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim musikalisch umrahmt wurde, wohnten zahlreiche militärische und zivile Gäste bei: u.a. Kommandeure der Schwesterbataillone und der NATO-Partnerverbände sowie der Führungsunterstützungsschule in Feldafing/Oberbayern und ehemalige Kommandeure des Führungsunterstützungsbataillons 282; Politiker, wie z.B. Joachim Mertes, rheinland-pfälzischer Landtagspräsident, der Landrat und Bürgermeister aus den Patengemeinden der Kompanien des Bataillons, Vertreter von Behörden, öffentlichen Institutionen und der Wirtschaft sowie natürlich Familienmitglieder der Bataillonsangehörigen. In seiner Abschlussrede ließ Voigtmann die vergangenen drei Jahre noch einmal kurz Revue passieren und bedankte sich bei „seinen“ Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiter/-innen für die „tolle“ Zeit. Er bat sie, den neuen Kommandeur genauso zu unterstützen, wie sie ihn unterstützt hatten. „Time to say good-bye“ spielte das Heeresmusikkorps im Anschluss an seine Ansprache. Nach seiner Linienverwendung wird Voigtmann künftig, wie er mitteilte, neue Herausforderungen in einer Stabstätigkeit im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) zu bewältigen haben.

Als erstes großes Projekt erwarten den neuen Kommandeur, Oberstleutnant i.G. Mensching, bereits drei Wochen nach der Kommandoübernahme die Feierleichkeiten anlässlich des 50- jährigen Jubiläums des Standorts Kastellaun mit einem Gedenkgottesdienst, einem Tag der offenen Tür sowie dem großem Zapfenstreich. Soldatenalltag, für den nichts so beständig ist wie der Wandel.

Dr. Lothar Greunke

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