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Allgemein

Neue Brandschutzbestimmungen

Nach einer herausgegebenen berufsgenossenschaftlichen Information der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGI/GUV-I 5182) sind in den Wirtschaftsunternehmen alle Beschäftigten mindestens einmal jährlich über die Brandgefahren und -schutzeinrichtungen in ihrem Arbeitsbereich sowie über das Verhalten im Brandfall zu unterweisen. Die Unterweisungen sind zu dokumentieren.

Weiterhin sind von den Arbeitgebern Brandschutzhelfer zu bestellen. Deren Anzahl ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung und soll bei normaler Brandgefährdung fünf Prozent der Beschäftigten betragen. Die Brandschutzhelfer sind durch fachkundliche Unterweisung und praktische Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen ver-traut zu machen. Die Ausbildung der Brandschutzhelfer kann durch den Arbeitgeber selbst, durch fachkundiges Personal (z.B. Beschäftigte, die Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr sind oder auch ehemalige Soldaten, die als Brandschutzunteroffiziere oder -soldaten eingesetzt waren) sowie durch kompetente externe Stellen – Feuerlöschgerätehersteller oder Feuerwehren – erfolgen. Die Ausbildung untergliedert sich in theoretische Schulung sowie praktische Übung. Die theoretische Schulung soll mindestens 90 Minuten dauern und folgende Inhalte umfassen:

  1. Grundzüge des Brandschutzes
  2. Betriebliche Brandschutzorganisation
  3. Funktion und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen
  4. Gefahren durch Brände
  5. Verhalten im Brandfall.

Die praktische Übung soll für jeden Brandschutzhelfer fünf bis zehn Minuten betragen und Folgendes umfassen:

  • Handhabung von Feuerlöscheinrichtungen
  • Löschtaktik
  • realitätsnahe Anwendung
  • evtl. betriebsspezifische Besonderheiten (z.B. elektrische Anlagen, Fettbrände)
  • Vertrautmachen mit dem betrieblichen Zuständigkeitsbereich.

Die Ausbildung ist in Abständen von drei bis fünf Jahren zu wiederholen, sofern keine Änderungen einen kürzeren Abstand erforderlich machen, z.B. eine Änderung der Brandschutzordnung und/oder -verfahren, neue Verfahren, betriebliche Umstrukturierungen oder Erfahrungen aus Brandereignissen.

Dr. Lothar Greunke

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