// sie lesen ...

Allgemein

Karrieretag – Serviceangebote für zwei Seiten

„Unsere Offiziere verfügen über hervorragende Berufs- und Lebenserfahrung, die sie in ihrer militärischen Dienstzeit erworben haben. Sie empfehlen sich daher für verantwortungsvolle Positionen in Wirtschaft und Verwaltung“, so der Präsident des Bundesamts für das Personalmanagement der Bundeswehr, Georg Stuke, bei seiner Eröffnungsrede am Karrieretag für Offiziere in der HDI-Arena in Hannover. „Die Gruppe der jährlich ausscheidenden Offiziere ist so ein exzellenter Fundus, aus dem die Unternehmen schöpfen können, um dem nicht zuletzt auch demografiebedingten Fach- und Führungskräftemangel zu begegnen.“

Deshalb war der Karrieretag für Offiziere am eine Veranstaltung mit beiderseitigem Benefit. Die rund 250 Offiziere erhielten eine gute Möglichkeit, sich über den Wechsel von der Bundeswehr in die Wirtschaft zu informieren, und die 36 Firmen und Behörden hatten die Chance, bestens ausgebildete Führungskräfte kennenzulernen.

„Eigentlich bin ich hier, um Informationen über mögliche Arbeitgeber zu sammeln und erste Kontakte zu Firmen zu knüpfen, um einen reibungslosen Übergang in die zivile Arbeitswelt zu schaffen“, sagt Hauptmann Katja Wieck. Als Zeitsoldatin, die bereits in diesem Jahr die Bundeswehr verlassen wird, wurde sie durch den Berufsförderungsdienst Hannover – Teil des Karrierecenters der Bundeswehr Hannover – zum Karrieretag eingeladen. Damit Soldatinnen und Soldaten den Übergang in die zivile Arbeitswelt so erfolgreich wie mögliche meistern können, berät und betreut der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr diese schon während ihrer Dienstzeit. „Als attraktiver Arbeitgeber ist es auch für die Bundeswehr wichtig, dass unsere Soldatinnen und Soldaten bestens ausgebildet und vorbereitet in einen zivilen Beruf gelangen“, so der Leiter des Karrierecenters der Bundeswehr Hannover, Oberst Hauke Hauschildt.

Bei Firmen begehrt
„Den Stellenwert dieser Veranstaltung für die Unternehmen erkennt man auch an den teilnehmenden hochkarätigen Unternehmen“, so Hauschildt weiter. Rund 36 Firmen aus allen Bereichen – von der Logistikbranche über das Ingenieurwesen bis hin zum Personalmanagement – haben die Chance genutzt, sich bei dem jungen Führungskräftenachwuchs vorzustellen. Denn bei den teilnehmenden Firmen sind die Führungskräfte der Bundeswehr sehr begehrt. „Besonders die qualifizierte Ausbildung, die Disziplin, die Ehrlichkeit und die hohe Arbeitsmoral machen sie auch für uns als Arbeitgeber sehr attraktiv“, so ein Vertreter eines der anwesenden Unternehmen. „Wir haben schon viele ehemalige Offiziere eingestellt und bis jetzt durchweg sehr gute Erfahrungen mit ihnen gemacht.“ Und so wurden bereits konkrete Gespräche zur Einstellung geführt und ein Arbeitsvertrag sogar direkt vor Ort geschlossen.

Startschuss weiterer Veranstaltungen
„Dieser Tag ist wirklich eine tolle Möglichkeit, sich zu informieren – aber das Angebot ist ja noch vielfältiger“, erzählt Wieck. Neben den Beratungs- und Bewerbungsgesprächen konnten die zukünftigen Führungskräfte auch an mehreren Vorträgen teilnehmen und selbst ihre Bewerbungsmappen durch erfahrene Personalmanager prüfen lassen. In dieser Form und Größe fand der Karrieretag für Offiziere 2014 bundesweit das erste Mal statt, und es werden mit Sicherheit Weitere folgen. „Aus meiner Sicht soll dieser Tag – als fester Bestandteil hochkarätiger Veranstaltungen der Bundeswehr zur Personalvermittlung – qualifizierter Offiziere hier in Hannover fest etabliert werden“, so Stuke zu allen Teilnehmern und Organisatoren. Diese betonten noch am Ende der Veranstaltung, gern im nächsten Jahr wiederkommen zu wollen.

Auch für das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. hatte die Veranstaltung einen positiven Nebeneffekt. Am Karrieretag in Hannover wurden für die Unternehmen aus allen Bereichen der zivilen Wirtschaft keine Standgebühr erhoben – einzig um eine Spende an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. wurde gebeten. So kam eine Summe von rund 10.000 Euro zusammen, die in vollem Umfang dem Verein zugutekommt. Seit Gründung der Bundeswehr kümmern sich die ehrenamtlichen Helfer um Soldaten und ihre Familien, die Unterstützung in besonderen Fällen benötigen.

Meike Reetz/Elisabeth Kunof

Diskussion

Kommentare sind für diesen Beitrag nicht zugelassen.

Kommentare geschlossen.