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Bildungsbericht 2014 veröffentlicht

Der Bildungsstand Deutschlands steigt: Immer mehr Menschen haben einen Hochschulabschluss und immer weniger haben gar keinen Schulabschluss. Dies ist ein Ergebnis des Berichts „Bildung in Deutschland 2014“, den Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder  in Berlin vorgestellt hatten.

Paradox: Obwohl die Arbeitnehmer demnach einen immer höheren Bildungsstand haben, erachten sie jedoch das zwanglose Lernen im Job im Vergleich zur offiziellen Weiter- und Ausbildung als wichtiger. Insgesamt gibt es derzeit in Deutschland circa 96.000 Bildungseinrichtungen, die in den letzten beiden Jahren rund 16,6 Millionen Teilnehmern berufliche und schulische Zusammenhänge eingebimst hatten.

Die Analyse untermauert auch die vergleichsweise gute Arbeitsmarktsituation: „Im Unterschied zu anderen europäischen Staaten haben Hochschulabsolventinnen und -absolventen in Deutschland bisher ein geringes Risiko, arbeitslos zu werden (…).“ Es gibt momentan bundesweit ungefähr 9.500 Bachelor- und über 7.000 Masterstudiengänge, weil seit Ende des letzten Jahrtausends der Ansturm auf die öffentlichen Hochschulen um 33 Prozent stieg und an den nichtöffentlichen gar um 288 Prozent. Gleichzeitig sank das Interesse junger Leute für die öffentlichen beruflichen Schulen, während die Betreiber privater beruflicher Schulen sich eines regen Andrangs erfreuten.

Erstmals gab es zuletzt die gleiche Anzahl von Anfängern sowohl in der dualen Ausbildung als auch an Hochschulen: je circa 500.000. Doch dabei beträgt die Abbrecherquote bis zu ein Viertel.

Der Bericht renommierter Wissenschaftler deckt zudem auf, dass behinderte Mitbürger im Bildungssystem zunehmend abgesondert in für sie speziell konzipierten Ausbildungsgängen ihren Beruf ergreifen und kaum in die allgemeinen Angebote involviert sind. Hingegen besuchen Studierende mit und ohne Behinderung die Hochschulen zielgleich. Erstere brauchen dabei besondere Hilfe, dem kommen die Institute aber nicht immer nach.

hmk, Bund+Beruf 3-2014, S. 26

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