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Logistik- und Verkehrsberufe

Ein gelungener Wurf

Ein gelungener Wurf, so lautet die einhellige Bilanz der Aussteller und Besucher des Tages der Logistik in der Kurmainz Kaserne in Mainz. Bundeswehrangehörige und etwa 500 Schüler waren der Einladung der Industrie- und Handelskammer Rheinhessen gefolgt, sich bei über 36 regionalen Logistikunternehmen über Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätze in der Logistikbranche zu informieren. Dabei kam die Kurmainz Kaserne als Veranstaltungsort gut an. Die Bundeswehr als „Gastgeber“ präsentierte sich mit einem Stand vom Berufsförderungsdienst (BFD) und einem mobilen Karriereberatungsbüro.

Besonders spannend für die Jugendlichen waren die „Ausstellungsobjekte“ zum Anfassen und Mitmachen: Körbewerfen mit dem Gabelstapler, Geschicklichkeitsübungen und Wettkämpfe mit fahrbaren Untersätzen oder eine Fahrt mit einem Fahrschul-LKW kamen sehr gut an. In der Mehrzweckhalle der Kurmainz Kaserne konnten sich die Besucher bei den Logistikunternehmen einen Überblick zu den Berufsfeldern der Branche verschaffen.

Das Feedback der Aussteller
Begeistert von der tollen Organisation der Veranstaltung und der großen Resonanz auf ihre Angebote, beabsichtigen viele der Aussteller, im nächsten Jahr erneut am Tag der Logistik teilzunehmen. So lobt Patrick Hartmann, Logistikleiter der Firma Köbig: „Der Tag der Logistik sollte beständig fortgeführt werden, damit wir die Bedeutung der Branche weiter herausstellen können. Für mich ging es aber vorrangig um die Nachwuchskräfte, die uns fehlen. Wir haben überwiegend Ausbildungsplätze aber auch einige Arbeitsplätze angeboten und in Mainz sogar schon Bewerbungen erhalten.“

Jürgen Klitzke von der Firma Gaul fügt hinzu: „Interessante Gespräche haben sich vor allem mit Soldaten ergeben, die am Ende ihrer Dienstzeit stehen. Unser Ziel war es, ihnen eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer anzubieten. Daran haben einige Soldaten ernsthaftes Interesse gezeigt, sodass der Tag der Logistik für uns sehr gelungen ist.“

Diese Auffassung teilt auch Jürgen Klietzke von der Firma Stieg & Partner: „Wir haben unser Unternehmenskonzept speziell auf Soldaten zugeschnitten, denen wir Aufstiegsfortbildungen und Umschulungen anbieten, basierend auf dem dualen System. Der Soldat erhält bei uns die theoretischen Grundlagen, und der potentielle Arbeitgeber bildet ihn für die Praxis aus. Am Tag der Logistik habe ich zielführende Gespräche sowohl mit den Soldaten als auch mit Arbeitgebern geführt.“

Sprungbrett ins zivile Berufsleben
Die anwesenden Soldaten bewerteten den Tag der Logistik ebenfalls positiv, zum Beispiel die Feinwerkmechaniker des Versorgungs- und Instandsetzungszentrums in Pfungstadt, die die Gelegenheit nutzten, mit den Ausstellern und damit möglichen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Obermaat Sadik Klingenberg, 25 Jahre alt, sagte nach einigen vielversprechenden Unterhaltungen: „Ich habe heute gelernt, welche soldatischen Eigenschaften die Arbeitgeber schätzen – Ordnung, Pünktlichkeit und Verantwortungsbewusstsein.“ Diese Erfahrung konnte der 27-jährige Stabsunteroffizier Patrick Oliwka, bestätigen: „Viele Aussteller haben sich über meine Qualifikationen wie den LKW-Führerschein, die Ausbildung als Berufskraftfahrer und meine Berufserfahrung erfreut gezeigt.“ Abschließend fügte Stabsgefreiter Nelson Ronneburger, 26 Jahre alt, hinzu: „Da ich in meiner Bundeswehr-Laufbahn in der Logistik eingesetzt war, habe ich mich heute über Möglichkeiten informiert, wie ich meine Erfahrungen in die zivile Wirtschaft einbringen kann.“

Die Veranstaltung unter dem Motto „Ausbildung, die bewegt“ werteten alle Beteiligten als Erfolg, sodass einer Wiederholung im nächsten Jahr nichts entgegensteht.

Juliane Behring

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