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Personen- und Werkschutz

Karrierestufen in der Security

In der Sicherheitsbranche gibt es einige Weiterbildungs- und Ausbildungsgänge, manche sind dual und bauen aufeinander auf. Die duale Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit dauert zwei Jahre und findet sowohl in der Berufsschule als auch in einer ausbildenden Security-Firma statt. Im späteren Berufsleben schützen die Servicekräfte dann Personen, Werte, Objekte und Anlagen. Je nach Voraussetzung kann man dann darauf aufbauend noch ein Jahr dranhängen und die duale Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit machen, die eigentlich ohne Abschluss des Bildungsgangs zur Servicekraft drei Jahre dauert. Man steigt dann in das dritte Lehrjahr ein. Die Fachkräfte für Schutz und Sicherheit haben noch mehr Verantwortung und technisches Know-how als die Servicekräfte für Schutz und Sicherheit und der Bruttostundenlohn ist höher. Die Mehrheit der Azubis in beiden Bildungsgängen hätten entweder einen Hauptschul- oder mittleren Schulabschluss, so die Bundesagentur für Arbeit, weil dies die Einstellungspraxis der Ausbilder sei. Offiziell existierten jedoch keine bestimmten schulischen Vorbildungsvorschriften.

Diese Ausbildungen bieten die ideale Grundlage, um später als Meister/-in für Schutz und Sicherheit Führungsfunktionen wahrzunehmen, denn die Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung seien:

  • dreijähriger Ausbildungsberuf in der Security oder
  • ein sicherheitsrelevanter Ausbildungsberuf und mindestens einjährige branchenbezogene Berufspraxis oder
  • ein allgemein anerkannter Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung in der Sicherheitsbranche oder
  • mindestens vier Jahre berufliche Erfahrung in der Security oder
  • der Berufsabschluss „Geprüfte Werkschutzkraft“.

Es ist empfehlenswert, vor der Teilnahme an der Meisterprüfung an einem vorbereitenden Kurs teilzunehmen. Alle Abschlussprüfungen in den drei Ausbildungsgängen finden bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) statt.

Die Nachfrage nach privaten Sicherheitsdienstleistern steigt weiterhin an, erklärt der Marktforscher Lünendonk in seiner Studie über führende deutsche Sicherheitsfirmen und stellt allgemein einen Personalmangel fest: „Aktuell behindert fehlendes Fachpersonal die Geschäftsentwicklung der Sicherheitsdienstleister stärker als das niedrige Preisniveau im Markt.“ Die Kunden gäben den auf ihnen lastenden Preisdruck direkt an ihre Sicherheitsdienstleister weiter.

hmk

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