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Englisch und dann lange nichts

Englisch ist weiterhin die wichtigste Fremdsprache für Bewerber. Insbesondere in technischen und IT-Berufen werden gute Englischkenntnisse von den Kandidaten gefordert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der personal total AG, die Stellenanzeigen aus 185 deutschen Printmedien und Online-Jobbörsen sowie von mehr als 100.000 Firmenwebsites auswertete.

Englisch ist auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach wie vor die meist geforderte Fremdsprache in Stellenanzeigen: Die Inserate forderten Englischkenntnisse von rund 39 Prozent der Bewerber in den ersten drei Quartalen 2013. Weitere knapp sechs Prozent der Stellenangebote in deutschen Karriereportalen, Zeitschriften oder Firmenwebseiten in diesem Zeitraum waren sogar in englischer Sprache ausgeschrieben. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz der gewünschten Fremdsprachen liegt Französisch mit durchschnittlich 1,5 Prozent. Kaum eine Rolle spielen Russisch und Spanisch.

Führungspositionen: Englisch ist gefordert
Mit knapp 48 Prozent ist Englisch besonders in Stellenangeboten für Führungskräfte und Managementpositionen ein entscheidendes Kriterium. Aber auch in technischen Berufen (circa 37 Prozent) und im Vertrieb (circa 35 Prozent) ist Englisch ein wichtiger Faktor bei der Bewerberwahl. Dagegen spielt Französisch in Führungspositionen mit rund einem Prozent nur eine kleine Rolle.

„Englisch ist und bleibt noch immer die mit Abstand relevanteste Fremdsprache im Job. Daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern, denn bei internationalen Verhandlungen ist Business Englisch einfach der gemeinsame sprachliche Nenner“, erläutert Armin Betz, Vorstand der personal total AG. „Bewerber, die mehrere Sprachen beherrschen sind allerdings deutlich im Vorteil, da immer mehr Firmen neben Englisch weitere Fremdsprachen wie Spanisch, Französisch, Russisch oder auch skandinavische Sprachen als wünschenswert angeben.“

Wie sicher ist mein Englisch?
Bei der Unterscheidung zwischen „verhandlungssicheren“ und „fließenden“ Sprachkenntnissen gibt es häufig Verwirrung auf Bewerberseite. Grundsätzlich empfiehlt personal total, dass man die eigenen Sprachkenntnisse nur dann als „verhandlungssicher“ bezeichnen sollte, wenn man tatsächlich bereits Verhandlungssituationen in der fremden Sprache gemeistert hat oder einen längeren Auslandsaufenthalt vorweisen kann. Im Unterschied dazu bedeutet „fließend“, dass der Bewerber problemlos kommunizieren kann, ohne allerdings über rechtssicheres Vokabular zu verfügen. Hilfreich sind offizielle Zertifikate wie TOEFL, TOEIC oder TCF, mit denen man die Fremdsprachenkenntnisse bis zu einem bestimmten Grad objektiv belegen kann.

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