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Mit guten Umgangsformen punkten

[1]Wie Sie im Business Talk stilsicher auftreten: Wer im beruflichen Alltag mit anderen Menschen zu tun hat, hat sich sicher schon mehr als einmal die Frage gestellt, wie man sich „richtig“ verhält, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Über welche Themen rede ich bei offiziellen Veranstaltungen? Soll ich die Hand geben oder ist das aufdringlich? Ein paar Tipps in Sachen Business-Etikette und Small Talk helfen, den geschäftlichen Umgang professionell zu gestalten.

In vielen Seminaren und Workshops taucht immer wieder die Frage nach dem optionalen Verhalten im Arbeitsalltag und zu offiziellen Anlässen auf. Dabei geht es den Teilnehmern nicht um die Herausforderungen des Hummer-Essens oder der Besteckreihenfolge. Die Unsicherheiten liegen vielmehr bei den alltäglichen Fettnäpfchen.

Viele haben schon einmal den Satz des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick gehört: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Diese Tatsache lässt uns in manchen Situationen unsicher werden: Was denkt mein Gesprächspartner über mich? Komme ich so an, wie ich es gerne möchte? Bringe ich den anderen durch mein Verhalten in Verlegenheit?

Ein souveränes Auftreten gegenüber Geschäftspartnern sowie die richtige (verbale und nonverbale) Kommunikation kann bei all den Fragen Sicherheit geben und den Umgang miteinander höflich, wertschätzend und verbindlich machen. Im Berufsalltag sind es vor allem die folgenden drei Bereiche, in denen Umgangsformen eine wichtige Rolle spielen: Kollegen, Mitarbeiter, Kunden sowie die Öffentlichkeit.

Vorbild für Kollegen und Mitarbeiter
Wir können nach außen zum Kunden nur so gut sein, wie wir im Umgang miteinander sind! Die Erfahrungen aus Beratung und Coachings zeigen, dass sich Kunden schneller in einem Umfeld wohlfühlen, in dem die Menschen, die dort arbeiten, wertschätzend und freundlich miteinander umgehen. Das kann man als Chef natürlich nicht verordnen. Aufgabe einer jeden Führungskraft ist es jedoch, die internen „Etiketten“ und somit die Regeln und Absprachen für den Umgang miteinander zu definieren und aktiv (vor-)zuleben. Denn von alleine passiert das nicht…

Von Kunden unter die Lupe genommen
Ob im Familienbetrieb oder auch im Großkonzern – unsere Dienstleistung und kurativer Wert sind für die Kunden! Mit Blick auf unsere Wirkung müssen wir uns den Vergleich gefallen lassen, welcher Unternehmer charmanter, netter und verständlicher ist. Die Etikette hilft uns an diesem Kontaktpunkt professionell zu sein. Wer sich dem Kunden gegenüber nach Etikette verhält braucht vor diesem Vergleich keine Angst zu haben. Denn höfliche Umgangsformen sind in – egal ob jung ob alt!

Als Repräsentant unterwegs
Als Firmenrepräsentant bin ich in der Öffentlichkeit selten eine echte Privatperson. „Ach, schön, dass ich Sie hier treffe, ich habe da mal eben noch eine Frage wegen des Angebots …“ Folgerichtig muss es mir bewusst sein, dass ich in der Öffentlichkeit – sei es das Sommerfest, das zehnjährige Jubiläum oder der Neujahrsempfang – eine exponierte Rolle einnehme. Die Wahrnehmung meiner Person wird schnell im direkten Zusammenhang mit meiner Profession gesetzt – ob bewusst oder unbewusst. Auch hier gilt es, sich der Etikette sicher zu sein und durch das eigene Verhalten weder sich noch dem Gegenüber in unangenehme Situationen zu bringen.

Fünf praktische Tipps für die Business Etikette

Etikette: Nicht nur was für Adelige!
Wer sich bei Etikette Gedanken um Tischmanieren und Handkuss macht, liegt nicht völlig falsch, betrachtet aber nur einen kleinen Ausschnitt. Für unseren Unternehmensalltag bedeuten Etikette, einen wertschätzenden, achtsamen Umgang mit unserer Umwelt zu pflegen und jeden Tag etwas dafür zu tun, dass sich Menschen in unserem Umfeld wohlfühlen können. Wenn Ihnen das gelingt, verzeiht man Ihnen auch den ein oder anderen Fauxpas bei Ihrem Auftritt.

Ilka Jastrzembowski

[2]Ilka Jastrzembowski ist Expertin für Personal- und Organisationsentwicklung. Sie ist Geschäftsführerin der Beratungsgesellschaft Müller+Partner mit Sitz in Kassel, Ulm und am Starnberger See. Seit 1995 beschäftigt sie sich intensiv mit Themen zur Optimierung betriebsinterner Abläufe.

Foto: Müller+Partner