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IT-Branche

IT-Branche: Firmen suchen Mitarbeiter

Vom Personaldienstleister DIS AG und TNS Infratest veröffentlichte Umfragen unter IT-Firmen zeigen nicht nur, dass nach wie vor ein Fachkräftemangel besteht, sondern dass die Unternehmen – neben den schon länger gesuchten Hochschulabsolventen (Bund+Beruf 2-2013, Seite 42) – auch Absolventen von Ausbildungsberufen vermissen. „Hier zeigt sich, wie groß aktuell der Bedarf an ITlern ist, und zwar nicht nur im hochqualifizierten Segment“, stellt Martin Mahler, Geschäftsbereichsleiter IT bei der DIS AG, fest.

Zudem bemängeln die Jobeinsteller Defizite bei den Bewerbern im Bereich der Soft-Skills. 37 Prozent der Befragten gaben an, es fehlten Empathie sowie soziale Kompetenzen; 28 Prozent sehen Probleme in der Kommunikation, und 34 Prozent erkennen keine Teamfähigkeiten.

Zukunftssichere Wachstumsbranche
Letztes Jahr stieg dem Branchenverband BITKOM zufolge die Zahl der IT-Azubis um 1,7 Prozent auf 15.219 an. Und momentan gebe es in Deutschland allgemein rund 43.000 offene Stellen für IT-Spezialisten in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen. Dies bedeutet: „Wer sich als junger Mensch heute für einen IT-Beruf entscheidet, der entscheidet sich für eine zukunftssichere Wachstumsbranche“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, BITKOM-Hauptgeschäftsführer.

Im vergangenen Jahr war unter den IT-Berufen der Fachinformatiker bei den Azubis am beliebtesten vor den kaufmännischen IT-Berufen. Eine Übersicht über alle in dieser Branche existierenden Ausbildungsberufe bietet die Internetseite www.it-berufe.de.

Top-Unternehmen bundesweit
Es gibt in Deutschland einige Arbeitgeber, bei denen eine Bewerbung als Azubi oder Arbeitnehmer interessant anmutet, wie der bundesweite Wettbewerb „Beste Arbeitgeber in der IT 2013“ des Forschungs- und Beratungsinstituts „Great Place to Work“ aus Köln zu zeigen scheint. Dessen Geschäftsführer Andreas Schubert erklärt: „Diese Auszeichnung steht für eine Arbeitsplatzkultur, die in hohem Maße von Vertrauen, Stolz und Teamgeist geprägt ist sowie für eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik der Unternehmen.“

In der Kategorie der Großunternehmen mit über 1.000 Beschäftigten kam der Softwarekonzern Microsoft (Niederlassung in Unterschleißheim bei München) auf Rang eins. Auf den weiteren Plätzen lagen das Software- und IT-Dienstleistungshaus Datev aus Nürnberg sowie der Walldorfer Softwarehersteller SAP. Der Speichertechnikspezialist Netapp (Kirchheim, Bayern, Platz eins), der Softwareentwickler Vector Informatik (Stuttgart; Rang zwei) und die Ebay Gruppe Deutschland (Europarc Dreilinden, Brandenburg, Platz drei) schafften es in der Größenklasse „501 bis 1.000 Mitarbeiter“ ganz nach oben. Bei den Betrieben mit 101 bis 500 Beschäftigten erreichten das IT-Beratungs- und Systemhaus Pentasys (München), der IT-Berater Convista Consulting (Köln) und das Softwarehaus SAS Institute (Heidelberg) die Plätze eins bis drei. Schließlich gab es noch die Größenklasse der kleineren Unternehmen mit 50 bis 100 Angestellten, wobei der IT-Dienstleister Maiborn Wolff (München), das IT-Beratungshaus Mindsquare (Seelze, Niedersachsen) sowie der Spezialist für medizinische Softwareanwendungen Tomtec (Unterschleißheim bei München) vorne waren. Die ganze Liste mit den Top-40 ist unter www.greatplacetowork.de/siegerliste-bait-2013 zu finden.

hmk

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