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IT-Branche

Informatik studieren

Wer dieses Fach studieren möchte, der braucht gute Kenntnisse in Mathematik, Englisch sowie Logik und – neben einem Faible für Computer – formal ebenso das Abitur, Fachabitur oder die fachgebundene Hochschulreife, je nach dem, ob es eine Hochschule, Fachhochschule oder Berufsakademie sein soll: Bundesweit gibt es unzählige Studienanbieter, einige schneiden in Rankings besonders gut ab. Ein externer Qualitätsmaßstab ist auch die Akkreditierung eines Institutes.

Es gebe alleine 150 Hochschulen in Deutschland, an denen ein Informatik-Studium möglich sei, so die Gesellschaft für Informatik (GI). Über die Homepage www.studienwahl.de lassen sich diese finden. Auch der eigene Internetauftritt der GI verfügt über eine Suchmaske im Menü „Informatik-Studiengänge“ unter www.gi.de > Service.

Beispielsweise an der Universität der Bundeswehr München ist die Aufnahme eines Bachelor- oder Master-Informatikstudiums immer im Oktober eines Jahres vorgesehen. Diese beiden Studiengänge bauen aufeinander auf. Deren Inhalte beschränken sich nicht nur auf die systematische Verarbeitung von Informationen bei Computern, sondern auch andere Systeme wie etwa GPS-Empfänger oder Mobiltelefone sind Studienobjekte. Nähere Informationen dazu bietet die Internetseite www.unibw.de/inf/studium/inf. Der Bachelor-Studiengang ist in drei Jahren zu schaffen, wenn man sich ranhält. Das daran anknüpfende Masterstudium als weitere Option dauert in München mindestens nochmal 1,75 Jahre. Ein absolviertes Masterstudium bringt auf dem Arbeitsmarkt in der Regel einige Vorteile gegenüber Mitbewerbern.

Informatiker arbeiten im Allgemeinen recht oft als Administratoren von Firmen-Netzwerken. Im späteren Berufsleben befasst man sich auch generell mit der Konzeption, dem Warten, dem Planen und Realisieren von informationsverarbeitenden Systemen, und die Absolventen der Universität der Bundeswehr München kennen sich auch mit Waffen-Systemen aus.

Außerhalb der Bundeswehr gibt es ebenfalls interessante Institute. Eine der herausragenden Universitäten ist die Freie Universität Berlin, die in internationalen Rankings gut abschneidet und wohl zu den hundert besten Universitäten der Welt gehört. Wikipedia zufolge hat dies ein Ranking der britischen Zeitung „The Times“ festgestellt. An dieser Hochschule existieren sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge für Informatik.

Die Elite-Unis „RWTH Aachen“, „Universität Karlsruhe (KIT)“ und „TU München“ kamen im Ranking von karriere.de, einem Portal von „Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“, besonders gut weg in der Kategorie „Maschinenbau, Ingenieurwesen und Informatik“. Alle drei Institute bieten Bachelor- und Master-Studiengänge für Informatik an, ebenso die TU Darmstadt, die zu den überragenden Hochschulen für dieses Fach zählt, wie aus der „Wirtschaftswoche“ hervorgeht.

Darüber hinaus existieren in Deutschland zudem viele Berufsakademien und Fachhochschulen mit akademischen Aus- und Weiterbildungen, die auch gut zum Berufsziel Informatiker führen. Die Berufsakademien sind oft in positiverweise praktisch orientiert, in dem diese eine duale Lehre bevorzugen. Die Studenten sind dort gleichzeitig abwechselnd ebenso Azubis im Betrieb. Fachhochschulen sind ebenfalls sehr praktisch orientiert, und der Unterricht ist strukturierter im Vergleich zur Hochschule, wo die Studenten mehr Eigeninitiative und -motivation sowie Selbstkontrolle mitbringen, weil der Stundenplan flexibler ist. An einer regulären Universität kann man die Inhalte in einem vorgegebenen Rahmen zum Teil eigenständig auswählen und somit ein wenig selbst „Regie führen“.

Die Jobaussichten für Informatiker seien momentan bestens, so die „Computerwoche“, ferner wachse die IT-Branche im Jahr 2013 im Vergleich zur gesamten deutschen Wirtschaft überdurchschnittlich gut. Dieser boomende Wirtschaftszweig ist eigentlich ein Innovationsmotor, doch es gibt auch auch Probleme, was das noch größere Potential betrifft.

IT-Branche wächst in 2013 eigentlich gut
Trotz guter Wachstumsprognosen herrscht in Deutschland in diesem ökonomischen Sektor Fachkräftemangel. Viele Firmen betreiben deswegen Outsourcing und das Verlagern ins Ausland, um das Problem zu lösen. Statistisch betrachtet kamen Ende 2012 auf jeden arbeitslosen Informatiker theoretisch über drei offene Stellen – dies waren ca. 20.500 freie Jobs. In ihrer Eröffnungsrede zur CeBIT 2013 Anfang März sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, Deutschland habe „alle Hände voll zu tun, damit wir hier nicht nur Menschen haben, die diese wunderbaren IT-Dinge nutzen, sondern auch Menschen, die Lust haben, an der Entwicklung dieser Dinge mitzuarbeiten“.

Text: Hans Martin Krause

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