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Fachkräftemangel in Deutschland

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann, Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière und Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler besprachen am 13. März 2013 in Berlin mit der Bundesagentur für Arbeit sowie Vertretern aus Bundeswehr, Wirtschaft und Verbänden das Thema „Bundeswehr und Wirtschaft: Fachkräftepotentiale der Zukunft“. Mit am Tisch waren auch Roderich Kiesewetter, Präsident des Reservistenverbandes, sowie dessen Vizepräsident für Wirtschaft und Berufsleben, Dr. Stefan Knoll. „Ihre fundierte Ausbildung und die darin erworbenen spezifischen Kompetenzen machen Angehörige der Bundeswehr für die vom Fachkräftemangel bedrohte deutsche Wirtschaft unverzichtbar. Hier können auch wir Reservisten unsere in der Bundeswehr verinnerlichte Führungskultur einbringen“, sagt Kiesewetter.

Neben dem Fachkräftepotential der bis zu 15.000 Soldaten auf Zeit, die die Bundeswehr jährlich ins zivile Berufsleben verlassen, spielte deshalb auch die Bedeutung der Reserve eine wichtige Rolle in der Diskussion. Verbandspräsident Kiesewetter: „Ein beorderter Reservist bringt seine zivilen Fähigkeiten in die Bundeswehr ein. Aber gleichzeitig transportiert er mit jeder Wehrübung auch Erfahrungen und Kompetenzen aus der Truppe hinaus in sein Unternehmen. Ein Austausch, von dem beide Seiten profitieren können – und im Hinblick auf die schwindende Fachkräftebasis zukünftig auch müssen.“ Der Reservistenverband wird daher zum Herbst 2013 die Aufstellung eines Forums mit Vertretern aus Verbänden, Unternehmen und Bundeswehr initiieren. Sein Ziel: Die Etablierung der bestmöglichen Infrastruktur für Reservisten.

Hintergrund: Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit wird bis 2025 ein demografiebedingter Rückgang des Erwerbspersonenpotentials von bis zu sechs Millionen Menschen erwartet. Eine stärkere Nutzung des Potentials ausgeschiedener Soldatinnen und Soldaten auf Zeit, die in den unterschiedlichsten Berufsfeldern qualifiziert sind, könnte ein Weg zur Minderung des daraus resultierenden Fachkräftemangels sein.

Informationen zum Reservistenverband
Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. (VdRBw) – so der satzungsgemäße Name des Reservistenverbandes – tritt mit seinen Reservisten für die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland aktiv ein. Seit über einem halben Jahrhundert steht der Verband loyal an der Seite der Bundeswehr.

Reservistenverband

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