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Handwerk

Ein besonderer Beruf

In Kooperation mit dem Karrierecenter (KC) der Bundeswehr Mainz erhielten am 17. Januar im Berufsbildungszentrum Bad Kreuznach der Handwerkskammer (HwK) Koblenz 25 Maurer- und Strassenbauerlehrlinge, die im Sommer 2013 ihre Gesellenprüfung absolvieren werden, eine Gruppeninformation über den Dienst in der Bundeswehr.

Wehrdienstberatungsoffizier Oberleutnant Alexander Lovinusz aus Mainz stellte in einer 70-minütigen Präsentation Aufgaben, Struktur und Angebote der Bundeswehr vor und konnte dabei die Erfahrungen von drei Lehrlingen integrieren, die bereits als Wehrpflichtige bzw. Zeitsoldat Dienst geleistet hatten. Exemplarisch wurden Werdegang und Alltag in der Truppengattung „Pioniere“ für die Lehrlinge erläutert. Je nach Vorbildung und Verpflichtungsdauer, so Lovinusz, stünden den künftigen Gesellen drei Laufbahnen offen: die der „Mannschaften“ bei vier- bis achtjähriger Verpflichtung, die der „Unteroffiziere“ bei acht bis neun Jahren bzw. die der „Feldwebel“ bei zwölf bis 13 Jahren. In allen Laufbahnen ist jedoch die Rückkehr in den Zivilberuf nach Ablauf der Verpflichtungszeit der Normalfall.

Lovinusz beschrieb den Soldaten als einen „besonderen“ Beruf, der sehr abwechslungsreich sei und vieles zu bieten habe. Andererseits aber verlange dieser Beruf uneingeschränkte Bereitschaft zu regionaler Mobilität und Teilnahme an Auslandseinsätzen; körperliche und seelische Belastbarkeit; Teamwork; Umgang mit Technik; Übernahme von Führungsverantwortung für unterstellte Soldaten sowie die Bereitschaft zum Waffengebrauch. Ob jemand diesen Anforderungen genügt, werde im Rahmen von Eignungstests in Düsseldorf bzw. künftig in Wiesbaden geprüft. Allgemeine Einstellungsvoraussetzungen seien: die deutsche Staatsbürgerschaft, das Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, ein Mindestalter von 17 Jahren, charakterliche und geistige Eignung, keine Vorstrafen sowie keine hohen Schulden. Entscheidend sei für die Berufswahl vor allem auch der Rückhalt durch Partnerin bzw. Familie, die bei Versetzungen, Kommandierungen und Auslandseinsätzen immer mitbetroffen seien.

Zum Ende der Veranstaltung hob Zentrumsleiter Dr. Lothar Greunke hervor, dass für die Rückkehr in das zivile Berufsleben nach Ablauf der Verpflichtungszeit Eigeninitiative und Flexibilität von herausragender Bedeutung seien, damit finanzielle Fördermöglichkeiten des Berufsförderungsdienstes (BFD) auch zielgerichtet und fristgerecht genutzt werden können. Abschließend bot Lovinusz den Lehrlingen Terminabsprachen zu Einzelberatungsgesprächen in der Bad Kreuznacher Dienststelle des KC Mainz an.

Dr. Lothar Greunke

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