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Logistik- und Verkehrsberufe

Weiterbildung zum/zur Logistikmeister/-in

Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Beruf der Logistik (z. B. Fachkraft für Lagerlogistik) und Berufspraxis hat, der kann eine Prüfung zum/zur Logistikmeister/-in vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) ablegen – nach dem (empfohlenen) Besuch eines Vorbereitungskurses. Dadurch erhält man die nötigen Qualifikationen, um logistische Prozesse in Unternehmen zu planen und zu steuern. Logistikmeister koordinieren und organisieren zudem die Lagerhaltung und Kommissionierung. Einsatzbereiche finden sich bei Firmen aller Wirtschaftsbereiche: Vor allem Transport- und Verkehrsunternehmen, aber auch unter anderem in den Gebieten Handel, Fahrzeugbau- und instandhaltung, Bau, Holz, Rohstoffverarbeitung, Elektro, Chemie usw.

Die Inhalte des Weiterbildungskurses erstrecken sich über die folgenden Themen: Logistikprozesse, betriebliche Organisation und Kostenwesen, Führung und Personal, rechtsbewusstes Handeln, betriebswirtschaftliches Handeln, naturwissenschaftliche und technische Gesetzmäßigkeiten, Zusammenarbeit im Betrieb, Methoden der Information (Kommunikation) und Planung sowie die berufs- und arbeitspädagogische Eignung. Selbige ist vor Beginn der letzten Prüfungsleistung nachzuweisen. Für die Meisterprüfung gelten im Prüfungsteil „grundlegende Qualifikationen“ als Zulassungsvoraussetzungen – neben einem logistischen Ausbildungsberuf – ein sonstiger Beruf mit mindestens einjähriger einschlägiger Praxis oder eine mindestens vierjährige einschlägige Berufspraxis, wenn keine Ausbildung vorhanden ist. Beim Prüfungsteil „Handlungsspezifische Qualifikationen“ müssen die Prüflinge zusätzlich zu den Anforderungen im Teil „grundlegende Qualifikationen“ ein weiteres Jahr an Berufspraxis gesammelt haben. Zwischen den beiden Prüfungsteilen dürfen nicht mehr als fünf Jahre liegen.

Zwischen sechs und neun Monaten dauert ein entsprechender Vorbereitungskurs zur Meisterprüfung in Vollzeit. Die Teilzeitkurse erstrecken sich über eine Länge von 18 bis 30 Monaten. Wochenendveranstaltungen gibt es auch. Sowohl bei den IHKs als auch bei anderen Bildungsträgern besteht die Möglichkeit, einen Lehrgang zu besuchen. Nähere Informationen zu den Standorten der Institute liefert die Online-Datenbank KURSNET der Bundesagentur für Arbeit (Suchwort „Logistikmeister“). Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) fördert auch die längere zivilberufliche Weiterbildung nach Dienstzeitende und kann bei entsprechender Dienstzeitlänge beispielsweise auch die anfallenden Kosten einer Weiterbildung zum/zur Logistikmeister/-in übernehmen.

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