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Hotel- und Gaststättengewerbe

Fachwirt/-in im Gastgewerbe: Führungsaufgaben im mittleren Management

Diese Weiterbildung ist eine kaufmännische Aufstiegsfortbildung, die mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) abschließt und der Meisterprüfung im Handwerk entspricht.

Die Absolventen nehmen im Beruf dann Führungsaufgaben im mittleren Management der Hotel- und Gastronomiebranche war. Zugang zur Qualifikationsgelegenheit hat, wer eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten dreijährigen kaufmännischen oder kaufmännisch-verwandten Ausbildungsberuf im Gastgewerbe und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis vorweist. Eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten zweijährigen kaufmännischen oder verwandten Ausbildungsberuf im Gastgewerbe und danach eine mindestens dreijährige Berufspraxis erkennt die IHK auch an, ebenso wie eine mindestens fünfjährige Berufspraxis mit Bezügen zu den Aufgaben eines Fachwirts im Gastgewerbe.

Den Vorbereitungskurs zur Prüfung kann man unter anderem bei folgenden Bildungsträgern belegen: IHK Dresden, IHK Passau, IHK Emden, Institut für Berufliche Bildung (IBB) in 39539 Havelberg, IBB Hildesheim, F+U Rhein-Main-Neckar in Heidelberg, Kermess KG Hotelberufsfachschule München oder auch HWBR Rostock. Bundesweit gibt es dutzende Anbieter. Nähere Informationen zu den Standorten liefert die Online-Datenbank KURSNET der Bundesagentur für Arbeit (Suchwort: „Fachwirt Gastgewerbe“). In Vollzeit dauert dieser Fortbildungskurs drei Monate, in Teilzeit neben einer Berufstätigkeit neun bis 24 Monate. Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) fördert die zivilberufliche Weiterbildung und kann eventuell je nach Dienstzeitlänge auch einen derartigen Kurs mit Prüfung finanzieren. Den Antrag sollte man noch vor Dienstzeitende stellen, weil sonst der Anspruch verfällt.

Berufsbild
Fachwirte im Gastgewerbe führen gastronomische Betriebe vollständig oder teilweise. Der Tätigkeitsbereich umspannt Management, Organisation und Verwaltung. Zum Beispiel sind Konzepte für die im Service angebotenen Dienstleistungen zu entwickeln, so etwa die Umsetzung von Geburtstagen, Jubiläen oder Hochzeiten. Man leitet Betriebsabläufe sowie Mitarbeiter und pflegt Kontakte zu Gästen, Lieferanten und Behörden (wegen Kontrollen und Konzessionen). Im Aufgabenprofil enthalten sind auch das Planen und Durchführen der Marketingstrategien, das Sammeln von Marktinformationen, das Abschließen von Verträgen mit Lieferanten sowie das Verhandeln mit Kunden.

Die Ausbildungsinhalte eines für die Prüfung vorbereitenden Kurses sind unter anderem: Volks- und Betriebswirtschaft, Betriebsorganisation, Personalführung, Recht und Steuern, Rechnungswesen, gastronomische Angebotsformen, Warenwirtschaftssysteme, Veranstaltungsplanung, Verträge im Gastgewerbe oder auch Gästebetreuung.

Als Arbeitgeber kommen Caterer, Hotels, Gaststätten, Restaurants, Imbissstuben, Cafés, Diskothekenketten, die Systemgastronomie oder auch Kantinen (Schulen, Krankenhäuser, Kaufhäuser u. ä.) infrage. Kenntnisse im Umgang mit den gängigen Kommunikationsmitteln sowie Text- und Tabellen-Computerprogrammen sollten dabei vorhanden sein. Fremdsprachenkenntnisse sind im Job ebenso hilfreich im kulinarischen Europa.

Red.

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