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Karriere beim Bund

In Kooperation mit dem Zentrum für Nachwuchsgewinnung WEST der Bundeswehr bot das Berufsbildungszentrum Bad Kreuznach der Handwerkskammer (HwK) Koblenz 30 Bau- und Metalllehrlingen, die im ersten Halbjahr 2012 ihre Gesellenprüfung absolvierten, eine Gruppeninformation über „Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr“.

Wehrdienstberatungsoffizier Oberleutnant Alexander Lovinusz aus Mainz stellte in einem 75-minütigen Vortrag Aufgaben, Struktur und Angebote der Bundeswehr vor. Exemplarisch erläuterte er Werdegang und Alltag in der Truppengattung „Pioniere“ für die Baulehrlinge, analog die Tätigkeit von „Luftfahrzeugmechanikern“ für die Konstruktionsmechaniker. Deutlich wurde dabei, dass je nach Vorbildung und Verpflichtungsdauer verschiedene Laufbahnen eingeschlagen werden können: die der „Mannschaften“ bei 4- bis 8-jähriger Verpflichtung, die der „Unteroffiziere“ bei 8 bis 9 Jahren, die der „Feldwebel“ bei 12 bis 13 Jahren bzw. die der „Offiziere“ bei 13 bis 17 Jahren. Der Regelfall in allen Laufbahnen ist jedoch die Rückkehr in den Zivilberuf nach Ablauf der Verpflichtungszeit.

Als wichtigste Anforderungen beschrieb Lovinusz den Lehrlingen, zum Teil an seinem persönlichen Beispiel: regionale Mobilität, die zwingend auch die Bereitschaft zur Teilnahme an Auslandseinsätzen verlangt; körperliche Belastbarkeit; Teamwork; Umgang mit Technik; Übernahme von Führungsverantwortung für unterstellte Soldaten sowie die Bereitschaft zum Waffengebrauch. Ob jemand diesen Anforderungen genügt, werde im Rahmen von Eignungstests in Düsseldorf geprüft. Als allgemeine Einstellungsvoraussetzungen würden verlangt: die deutsche Staatsbürgerschaft, das Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, ein Mindestalter von 17 Jahren, charakterliche und geistige Eignung, keine Vorstrafen sowie keine hohen Schulden.

Zum Ende der Veranstaltung hob Zentrumsleiter Dr. Lothar Greunke hervor, dass regionale Mobilität immer auch von der Partnerin bzw. Familie mitgetragen werden müsse und dass sich jeder selbstverantwortlich auf die Zeit nach Ablauf der Verpflichtung frühzeitig vorzubereiten habe, damit die finanziellen Fördermöglichkeiten des Berufsförderungsdienstes (BFD), die nach Dienstjahren gestaffelt sind und teils vor, teils nach Dienstzeitende bestehen, auch genutzt werden können.

Dr. Lothar Greunke

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