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Die Zukunft bringt neue Chancen

Er ist der „Chef“ der Berufsförderungsdienste der Bundeswehr (BFD) für die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Nordrhein-Westfalen: Regierungsdirektor Thomas Joemann besuchte das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) unter dem Dach der Handwerkskammer (HwK) Koblenz. Oberst d. R. Hans-Joachim Benner, Leiter des Koblenzer Beratungszentrums, begrüßte mit weiteren Teammitgliedern den Gast aus Düsseldorf zu Gesprächen über die bisherigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit und über Perspektiven im Zusammenhang mit der aktuellen Bundeswehrreform.

Das BzBwWi unter der Trägerschaft der HwK Koblenz und der Industrie- und Handelskammern (IHK) Koblenz und Limburg, arbeitet bereits seit über zwölf Jahren erfolgreich als zivil-militärisches Kooperationsprojekt bundesweit mit den BFD erfolgreich zusammen.

„Wir nehmen in der Kooperation eine arbeitsmarktpolitische Verantwortung wahr, denn die qualifizierten ehemaligen Soldaten auf Zeit (SaZ) decken den wachsenden Fachkräftebedarf in der gewerblichen Wirtschaft als Unternehmer oder als Fach- und Führungskräfte“, so Benner. Er machte deutlich, dass pro Jahr über 6.000 SaZ in Veranstaltungen der Streitkräfte durch das BzBwWi in Zusammenarbeit mit den regionalen BFD-Teams bundesweit über die Anforderungen und Perspektiven der Wirtschaft informiert werden. Die daraus resultierenden individuellen Qualifizierungspläne und Unterstützungen sind dann die Basis für eine neue Karriere im Zivilberuf.

Regierungsdirektor Joemann zeigte auf, dass der BFD auf der Grundlage des gesetzlichen Auftrags und in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft jungen Menschen eine Perspektive für ihr berufliches und privates Leben eröffnet. „Die Bundeswehr bietet dabei über den BFD in Kooperation mit dem Beratungszentrum in Koblenz, zielgerichtete Angebote und Leistungen an, von denen alle Beteiligten profitieren: die Wirtschaft, die Streitkräfte und natürlich die jungen Soldaten.“

Schwerpunkt dabei ist die zivilberufliche Beratung und Qualifizierung von SaZ. Dabei komme den Standortteams des BFD und ihren Beratern eine wichtige Schnittstellenfunktion zu in der Aufgabe, den Kontakt mit den SaZ in Fragen des Wiedereinstiegs in den Zivilberuf herzustellen und zu pflegen, unterstrich Joemann. Hier sieht er auch die kooperierenden Leistungen in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

In dem Zusammenhang informierte sich Joemann in den modernen Bildungseinrichtungen der HwK Koblenz über das Projekt der „Fachlichen Qualifizierung in verkürzter Form für SaZ“, das bei der HwK Koblenz seit 2008 erfolgreich durchgeführt und durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr finanziell gefördert wird.

Eindeutiger Tenor der Gesprächsteilnehmer: Das Konzept, junge Menschen für eine begrenzte Zeit als Soldat zu verpflichten und sie mit gewachsenen Kompetenzen in die Unternehmen von Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung zurückzugeben, wird von den Firmen und ihren Verbänden zunehmend als Angebot der Bundeswehr zur Ergänzung einer eigenen vorausschauenden Personalplanung angesehen. Die Förderung von Ausbildung und Beschäftigung ist somit eine sozial- und gesellschaftspolitische Verpflichtung.

Die Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Wirtschaft warten, sind sehr anspruchsvoll. Die Neuausrichtung der Bundeswehr wird Handlungsfelder der Kooperation stärker tangieren als bisher angenommen. Hier sei eine engere Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern auch langfristig erforderlich, die mit der zivilberuflichen Integration ehemaliger Soldaten zur Attraktivität der Streitkräfte beiträgt, so die Zusammenfassung der Tagesveranstaltung.

HwK Koblenz

Informationen zum Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft,
Tel. 0261/ 398-126, Fax -934,
beratung@bundeswehr-wirtschaft.de, www.bundeswehr-wirtschaft.de

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