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Gesundheits- und Pflegeberufe

Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK)

Egal ob bei Krankenkassen, im Versicherungsgewerbe, in Gesundheitsämtern, Krankenhäusern, sozialen Beratungsstellen, Altenheimen, Kureinrichtungen, Jugendwohnheimen, Erziehungsheimen, Tagesstätten, Einrichtungen für Behinderte oder zum Beispiel auch bei Sozialversicherungen: Fachwirte im Sozial- und Gesundheitswesen führen diese Betriebe und managen sie nach modernsten betriebswirtschaftlichen Methoden. Sie beschäftigen sich dabei auch mit Problemen der Sozialgesetzgebung und Gesundheits- und Sozialpolitik. Darüber hinaus machen sie die Öffentlichkeitsarbeit ihrer Einrichtung neben dem Sozialmarketing. Dies beinhaltet die Repräsentation des Unternehmens nach außen sowie Kontakte mit Behörden und Kunden. Ein weiterer Bereich ist das Personalwesen. Hier sichern die Fachwirte die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und erstellen Personalbeurteilungen. Sie kümmern sich dabei auch um die Personalbeschaffung. Und sie gestalten Dienstpläne.

Soziale Einrichtungen können aufgrund der Konkurrenz auf dem Markt nur bestehen, wenn die Fachwirte die Kosten ohne Qualitätsverluste optimieren und alle betriebswirtschaftlichen Vorgänge leiten und beaufsichtigen. Dabei halten sie Rechtsvorschriften ein, erstellen Monats- und Jahresabrechnungen. Auch die Durchführung von Qualitätsmanagementmaßnahmen gehört mit dazu. Im Controlling verfertigen die Fachwirte Kosten- und Leistungsrechnungen sowie Wirtschaftlichkeitsanalysen.

Zugang zum Job
Man wird Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen, indem man eine entsprechende Prüfung bei der regional zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) ablegt. Es ist sinnvoll, vorher einen vorbereitenden Lehrgang zu besuchen. Dieser dauert in Vollzeit drei bis zehn Monate, in Teilzeit ein bis zwei Jahre. Es gibt auch Fernlehrgänge am Computer mit Internetanschluss (12 bis 18 Monate). Voraussetzung zur Teilnahme an der Prüfung ist ein kaufmännischer oder verwaltender Beruf im Rahmen einer bereits vorhandenen Ausbildung im Sozial- und Gesundheitswesen mit zweijähriger anschließender Berufspraxis. Oder eine bereits abgeschlossene Ausbildung in irgendeinem kaufmännischen, verwaltenden, helfenden, pädagogischen oder pflegenden Beruf mit dreijähriger Praxis. Die IHK erkennt auch eine mindestens fünfjährige „einschlägige“ Berufspraxis an. Die Teilprüfung „wirtschaftsbezogene Qualifikationen“ kann man schon ablegen, wenn eine einjährige Berufspraxis in einem Ausbildungsberuf vorhanden ist oder eine mindestens vierjährige Berufspraxis vorzuweisen ist. Ausbildungsinhalte sind: Volks- und Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Recht und Steuern, Unternehmensführung, Sozial- und Gesundheitsökonomie, rechtliche Bestimmungen, Marketing und Management.

In ganz Deutschland existieren viele Bildungsträger in allen Bundesländern, die einen auf die Prüfung vorbereiten (im Folgenden ein kleiner Auszug aus dem Angebot):

  • Deutsche Angestellten Akademie, Aalen
  • IFM-Institut für Managementlehre aus Gelsenkirchen (in: Freiburg, Heidenheim, Heilbronn, Karlsruhe, Kons-tanz, Mannheim, Pforzheim, Ravensburg, Reutlingen, Stutt- gart, Ulm, Nürnberg, Regensburg, Würzburg, Aschaffenburg, Augsburg, Bayreuth, Wiesbaden, Darmstadt, Frank- furt, Kassel, Offenbach, Hannover, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück, Wolfsburg, Braun- schweig etc.)
  • F+U Rhein-Main-Neckar, Heidelberg
  • carriere & more in Mannheim und Frankfurt
  • IHK Pforzheim (Nagold)
  • IHK Bildungshaus, Remshalden
  • Volkshochschule, Reutlingen
  • ECONT, Stuttgart
  • Sommerhoff AG, Stuttgart
  • IHK Bodensee-Oberschwaben (Überlingen, Weingarten)
  • Bildungszentrum für Pflege, Gesundheit und Soziales, Nürnberg
  • IHK Regensburg
  • Berufsfortbildungswerk des DGB, Rosenheim
  • Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft in Traunstein, Weiden, Weilheim, Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Bayreuth sowie Coburg
  • Sommerhoff AG in Frankfurt, Darmstadt und Osnabrück
  • itb Institut für Training und Beratung in Oldenburg, Kiel, Lübeck, Neumünster und Rendsburg.

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