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Allgemein

Studiengänge zum Anlagen- bzw. Gebäudemanagement

Dass ein Facility Manager mehr können muss als ein Hausmeister hat sich mittlerweile herumgesprochen. Weniger bekannt aber ist, was der Facility Manager genau leistet und welche Ausbildung dafür erforderlich ist. Die berufsbegleitenden Studiengänge Facility Management an den Hochschulen Nürnberg und München bieten eine Qualifikationsform, die Antwort gibt auf diese Fragen und den hohen Anforderungen des Facility Managements gerecht wird. Organisiert werden sie von der auf die Weiterbildung von fachlichen Führungskräften spezialisierten Verbund IQ gGmbH.

Das Anlagen- oder Gebäudemanagement – wie das Facility Management wörtlich übersetzt bedeutet – plant, steuert und führt Arbeiten durch, die zwar nicht zum Kerngeschäft eines Unternehmens gehören, dieses aber unterstützen. Zu diesen Arbeiten, den sogenannten Sekundärprozessen, gehören neben logistischen Aufgaben u.a. die Instandhaltung technischer Anlagen, die Sicherstellung einer reibungslos funktionierenden Kommunikation, die Bereitstellung von Grundstücksflächen und technischer Infrastruktur sowie die Sicherung der anforderungsgerechten Ausstattung von Arbeitsplätzen.

Die Liebensteiner Kartonagenwerk GmbH, Spezialist für individuelle Verpackungslösungen aus Wellpappe für unterschiedlichste Branchen, nutzt seit rund einem Jahr eine Holzpelletheizung als einzige Heizanlage für ihre gesamten Produktions-, Verwaltungs- und Lagerräume. „Pellet ist kostengünstiger als Öl“, begründet Liebensteiner-Geschäftsführer Bernhard Schön die Investitionsentscheidung für die Biomassenheizzentrale. Konzipiert und realisiert wurde die Heizanlage – eine der größten ihrer Art in Deutschland – von Dietmar Auer. Die theoretischen Kenntnisse für das Projekt Heizanlage eignete sich der 39-jährige Facility Manager aus Weiden i.d.OPf. während seiner berufsbegleitenden Weiterbildung in Nürnberg an.

Der Bau und die Inbetriebnahme der Holzpellet-Heizanlage erfolgten im laufenden Betrieb. Damit war bereits eine der wichtigsten Aufgaben des Facility Managements erfüllt: Die oben beschriebenen Sekundärprozesse mit dem Kerngeschäft so zu verzahnen, dass eine höchstmögliche Produktivität und Wirtschaftlichkeit bzw. Wettbewerbsfähigkeit erreicht wird. Denn die Aufgabe professionellen Facility Managements ist es, Betriebs- und Bewirtschaftungskosten zu senken, in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen ebenso wie in öffentlichen Organisationen und Einrichtungen.

Die Nachfrage nach professionellen Facility Managern ist hoch. Der Arbeitsmarkt bietet zahlreiche Perspektiven. Beschäftigung finden die Gebäudemanager bei Unternehmen/Verwaltungen/Organisationen mit technischer Infrastruktur, die zu bewirtschaften ist. Außerdem bei Immobilienverwaltungen oder speziellen Facility-Management-Dienstleistern.

Hinsichtlich seiner Kompetenz vereint der Facility Manager viele technische, organisatorische und kaufmännische Qualifikationen aus verschiedenen Berufsfeldern wie z.B. Fachplaner, Architekten, Bauingenieure, Ver-/Entsorgungstechniker etc. Wesentlich sind nach Angaben der GEFMA (German Facility Management Association):

–    Fachkompetenzen (u.a. Ganzheitliches Denken, Planen, Informationsbereitstellung),

–    Methodenkompetenzen (u.a. Managementfähigkeit, Strukturiertes Arbeiten, IT-Fähigkeiten),

–    Sozialkompetenzen (u.a. Kommunikationsfähigkeit, Kundenorientierung, Teamfähigkeit),

–    Individualkompetenzen (u.a. Selbstständigkeit, Kreativität).

Darüber hinaus muss sich der Facility Manager immer mehr auf die Anforderungen spezieller Einsatzgebiete einstellen wie z.B. Krankenhäuser, Automobilindustrie, Kommunen, Versicherungen etc.

Diesen Anforderungen an die Qualifikation eines künftigen Facility Mangers werden auch zwei berufsbegleitende Studiengänge der Hochschulen Nürnberg und München gerecht. Facility Management wird in Nürnberg als Master- wie als Zertifikatstudiengang angeboten. Organisiert werden beide Angebote von der Nürnberger Verbund IQ gGmbH. Das Facility-Management-Studium ist berufsbegleitend organisiert. Die Teilnehmer studieren in einer ausgeklügelten Kombination von Fernstudium und Präsenzphasen. Beide Studiengänge entsprechen den einschlägigen Richtlinien der GEFMA. Der Masterstudiengang ist außerdem akkreditiert vom Zertifizierungsinstitut ACQUIN.

Weitere Informationen zu den Studiengängen erhalten Interessenten bei:
Verbund IQ, Carsten Schmidhuber, Tel. 0911/ 42 45 99-13,
Fax. 0911/ 42 45 99-50, oder im Internet unter der Adresse www.verbund-iq.de.

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