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Handwerkskammer Koblenz informiert Ministeriumsvertreter

Die duale Ausbildung im Handwerk hat weltweit einen herausragenden Ruf. Wenn aber der Lehrlingsnachwuchs fehlt, steht der Fachkräftemangel bereits vor der Tür. Die Betriebe im Handwerk sind sich bewusst, dass die Fachkräftesicherung eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre ist. Auch für die Bundeswehr ist die Sicherstellung des notwendigen qualifizierten Nachwuchses eine strategische Aufgabe und unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Auftragserfüllung der Streitkräfte. Die Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr wie auch jedes Wirtschaftsunternehmens hängt somit wesentlich von der Regeneration mit qualifiziertem Nachwuchs ab.

Junge Menschen erhalten im Handwerk eine hochwertige betriebliche Erstausbildung, die in den modernen Bildungszentren des Handwerks ergänzt wird. Der Arbeitgeber Bundeswehr hat ebenfalls attraktive Rahmenbedingungen für seine Soldaten auf Zeit (SaZ) geschaffen. Länger dienende SaZ werden durch sie zeitlich und finanziell unterstützt und in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft auf ihre zivilberufliche Wiedereingliederung vorbereitet.

Montagmorgen acht Uhr in den modernen Kompetenz- und Technologiezentren der Handwerkskammer (HwK) Koblenz: Für rund 3000 Lehrgangsteilnehmer, ob Lehrlinge oder angehende Meister, beginnt eine neue Lehrgangswoche. Auf den digitalen Wegweisern steht auch zu lesen: Fachlehrgang Bundeswehr – Gasanlageneinbauschulung; Fachlehrgang Bundeswehr – Webdesign mit Dreamweaver. Täglich nutzen SaZ aus der gesamten Bundesrepublik die Möglichkeiten in Koblenz, sich für ihren Einstieg in den Zivilberuf nach Ende ihrer Dienstzeit fit zu machen. Durch die Leistungen der Berufsförderung erhalten sie Perspektiven und beste Rahmenbedingungen dafür. Das ist auch für die Unternehmen von großem Interesse. Die Kosten trägt die Bundeswehr und gewährleistet über ihren Berufsförderungsdienst (BFD) ein differenziertes System zur Förderung der zivilberuflichen Bildung und Eingliederung, dessen Ansprüche im nationalen wie im internationalen Vergleich als herausragend zu bezeichnen sind. Die Berufsförderung hat zum Ziel, die ausscheidenden SaZ auch in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft erfolgreich und dauerhaft in einen Zivilberuf einzugliedern und ihnen die Chance zu einem beruflichen und sozialen Aufstieg mit auf den Weg zu geben.

Um sich über den aktuellen Stand verschiedener Berufsbildungsprojekte und Vorhaben zu informieren, besuchte der Leiter für Berufsförderung im Bundesministerium der Verteidigung, Ministerialrat Jürgen Schmidt, gemeinsam mit Regierungsdirektorin Ulrike Bühring, die für die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Wirtschaft auf dem Gebiet der zivilberuflichen Integration verantwortlich zeichnet, das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) unter dem Dach der HwK Koblenz.

Dessen Leiter, Oberst d.R. Hans-Joachim Benner, begrüßte die Ministeriumsvertreter und erläuterte ihnen die Zusammenarbeit in der wechselseitigen Personalgewinnung und -qualifizierung an praktischen Beispielen. „Die durch die Bundeswehr und ihren Berufsförderungsdienst in Zusammenarbeit mit den Kammern und Unternehmen qualifizierten Soldaten sind gesuchte Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt“, so Benner. Die Gesprächspartner zeigten sich überzeugt, dass von der intensiven zivil-militärischen Kooperation sowohl die Bundeswehr als auch die Unternehmen der Wirtschaft in ihrer zukünftigen Personalgewinnung und -sicherung profitierten.

Ein lebendiger Personalkreislauf „aus der Wirtschaft über die Bundeswehr zurück in die Wirtschaft“, in dem junge Menschen einen qualitativen Zugewinn an fachlichem Know-how und menschlicher Reife erlangen, soll weiterhin Inhalt und Ziel der Kooperation sein. Für die Weiterentwicklung innovativer Kooperationskonzepte und kreativer Ideen, die sowohl für die Wirtschaft als auch für die Bundeswehr von Nutzen sind, wurden weitere Gesprächsrunden vereinbart.

Einen Eindruck von dem hohen technologischen Standard in der handwerklichen Berufsausbildung und von der vielfältigen Leistungsbreite der HwK Koblenz im Bereich der Aus- und Fortbildung gewannen die Gäste aus Bonn bei einem abschließenden Besuch in den Technologie- und Kompetenzzentren der Kammer.

Informationen:
Bundeswehr-Wirtschaft, Tel. (0261) 398-127, info@bundeswehr-wirtschaft.de, Internet: www.bundeswehr-wirtschaft.de

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