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Logistik- und Verkehrsberufe

Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Bahn

Die Wehrbereichsverwaltung Süd und die DB Netz AG Regionalbereich Südwest haben am 11. März in Karlsruhe eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um interessierte Soldaten auf Zeit gezielt auf eine Tätigkeit bei der DB Netz AG vorzubereiten.

Die DB Netz AG hat einen steigenden Bedarf an Fachkräften, betrieblichen Führungskräften und Ingenieuren. Neben verstärkten Aktivitäten in der Berufsausbildung wird auch auf die Einstellung und Qualifizierung von berufserfahrenen Mitarbeitern wert gelegt. Deshalb setzt der Regionalbereich Südwest der DB Netz AG in Karlsruhe zukünftig bei der Besetzung freier Stellen auch auf ehemalige Soldaten auf Zeit (SaZ). In diesem Jahr beenden in Baden-Württemberg rund 1.250 SaZ ihre Dienstzeit bei der Bundeswehr und suchen ein neues Berufsfeld. Neben Fachkräften wie Ingenieuren und Technikern sollen auch Soldaten mit geringer Verpflichtungszeit, die noch keine Berufsausbildung mitbringen, mit diesem Konzept den richtigen Arbeitsplatz finden. Eine entsprechende Initiative zwischen der DB Netz AG und der Bundeswehr läuft schon seit Oktober 2010 in Bayern sehr erfolgreich.
In den vergangenen Monaten wurden schon sechs neue Mitarbeiter für den Regionalbereich Süd gewonnen und weitere vier in die Qualifikation mit dem Berufsförderungsdienst gebracht.

Der Präsident der Wehrbereichsverwaltung Süd, Michael Brod, unterzeichnete die Kooperationsvereinbarung gemeinsam mit Lars Grübnau, Leiter Produktion, und Annette Kötter, Personalleiterin des Regionalbereichs Südwest der DB Netz AG. „Die Kooperation gerade für den Südwesten mit einem Rekrutierungsbedarf von rund 1.700 Fach- und Führungskräften in den nächsten fünf Jahren ist für uns enorm wichtig“, betonte Lars Grübnau.

„Die Berufsförderung ist Teil des breiten Leistungsspektrums der Wehrverwaltung und gerade angesichts der Strukturreform ein wichtiger Attraktivitätsfaktor. Mit der Kooperation gehen wir neue Wege, um unseren gut ausgebildeten Soldaten eine interessante berufliche Perspektive nach der Dienstzeit zu bieten“, so der Präsident der Wehrbereichsverwaltung Süd, Michael Brod.

Gezielte Qualifizierung
Es wurde vereinbart, dass die DB Netz AG, Regionalbereich Südwest, die Bundeswehr über Personalbedarf und Anforderungsprofile an zukünftige Mitarbeiter sowie deren Entwicklungsmöglichkeiten informiert. Gleichzeitig stellt der Berufsförderungsdienst (BFD) der Wehrbereichsverwaltung Süd sicher, dass interessierte Soldaten während und nach der Dienstzeit entsprechend diesen Anforderungsprofilen qualifiziert werden. Dies geschieht beispielsweise durch Praktika bei der DB Netz AG und gezielte Förderungsmaßnahmen des BFD für ausgewählte Tätigkeitsbereiche wie Fahrdienstleiter, Fachkräfte oder Meister in Betrieb und Instandhaltung. Obgleich gerade erst geschlossen, zeigt die Kooperation bereits Ergebnisse: Der erste Soldat befindet sich seit dem ersten März in der Ausbildung zum Fahrdienstleiter, der Zweite begann zum ersten April.

Zwei Dienstleister als Partner
Die DB Netz AG ist das Schieneninfrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn. Mit über 40.000 Mitarbeitern ist sie für das längste Schienennetz Europas mit einer Betriebslänge von knapp 34000 Kilometern verantwortlich. Die DB Netz AG ist ein Geschäftsfeld der Deutschen Bahn AG. Die zentrale Aufgabe besteht darin, den Eisenbahnverkehrsunternehmen eine Infrastruktur in hoher Qualität und Verfügbarkeit diskriminierungsfrei zur Verfügung zu stellen und somit die Grundlage für einen sicheren, zuverlässigen Bahnverkehr zu schaffen.

Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) hilft ausscheidenden Soldaten bei der Rückkehr ins zivile Berufsleben. Auf der Grundlage des Soldatenversorgungsgesetzes bietet der BFD Hilfe, Orientierung und finanzielle Mittel zur Vorbereitung auf die Zeit „nach dem Bund“.

Petra Schittenhelm, WBV Süd

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