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Gemeinsam für qualifizierten Nachwuchs

Im Wettbewerb um die besten Fachkräfte, den die demografische Entwicklung beschleunigt, stehen nicht nur Unternehmen aus Handwerk, Industrie und Handel, sondern auch die Bundeswehr. Wenn ab April die Wehrpflicht ausgesetzt wird, fällt für sie ein wichtiges Rekrutierungselement weg. Vor diesem Hintergrund diente ein Besuch führender Personaloffiziere des Deutschen Heeres beim Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) unter dem Dach der Handwerkskammer (HwK) Koblenz dazu, gemeinsame Interessen herauszuarbeiten und daraus weitere Kooperationsformen zu entwickeln.

„Der Schlüssel zu dem bundesweiten Erfolg unseres Beratungszentrums ist weiterhin der enge Dialog, den wir seit mehr als elf Jahren gestalten und optimieren! Ohne gegenseitige Information gibt es keine Kooperation: Darum haben wir in der Vergangenheit immer auch Fragen und Lösungsangebote zur gemeinsamen Nachwuchsgewinnung auf die Agenda gesetzt“, eröffnete der BzBwWi-Leiter Oberst d.R. Hans-Joachim Benner die Gespräche. Er dankte den Teilnehmern dafür, dass durch ihre Zusammenarbeit und Anregungen in den zurückliegenden Jahren wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Bundeswehr und ziviler Arbeitswelt gesetzt werden konnten.

In diesem Zusammenhang wurde im Plenum darüber diskutiert, wie modulare Ausbildungsgänge mit der Wirtschaft enger verzahnt werden können, um die Attraktivität der Streitkräfte zu stärken und um einen späteren Übergang für die Soldaten auf Zeit (SaZ) in den Zivilberuf zu erleichtern. Beispielhaft wurde das erfolgreiche HwK-Modell zur fachlichen Qualifizierung in verkürzter Form für SaZ detailliert dargestellt.

„Die Bundeswehr steht als angesehener Arbeitgeber vor einer dreifachen Herausforderung: Sie stellt sich strategisch neu auf. Sie verändert ihre Strukturen und Prozesse von Grund auf. Und sie betritt Neuland mit langfristigen Personalkonzepten, in denen die Qualifikation der Soldaten eine größere Rolle spielt“, erläuterte der Leiter der Arbeitstagung, Oberstleutnant Manfred Hohmeier vom Heeresführungskommando in Koblenz. „Dabei ist die Erhöhung der Attraktivität des Dienstes in den Streitkräften ein zwingendes Erfordernis, um die Wettbewerbsfähigkeit der Bundeswehr als Arbeitgeber zu stärken.“

Da die Wirtschaft ihrerseits gut ausgebildete und verlässliche Mitarbeiter benötigt, könne diese beiderseitige Interessenlage Ausgangspunkt und Fundament einer erfolgreichen und nutzbringenden Kooperation von Bundeswehr und Wirtschaft sein, so die Zusammenfassung der Teilnehmer. Dabei sollten die Aktivitäten, insbesondere die Bemühungen um eine effektive Personalgewinnung und -qualifizierung, vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung künftig im Interesse sowohl der Bundeswehr als auch der Wirtschaft verstärkt werden.

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