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Engagement für reibungslosen Übergang von Soldaten in die Wirtschaft

Die erste Weiterbildung für das Führungspersonal seines Bataillons stellte der neue Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons (FüUstgBtl) 283, Oberstleutnant i.G. Rainer Beeck, unter das Thema der Kooperation von Bundeswehr und Wirtschaft. Passender Ort da­für: die Berufsbildungszent­ren der Handwerkskammer (HwK) in Koblenz.

Der Leiter des Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) unter dem Dach der HwK Koblenz, Oberst d.R. Hans-Joachim Benner, begrüßte Beecks Initiative. Denn nur in einer langfristigen Zusammenarbeit könne die notwendige Transparenz und Verlässlichkeit, Planungssicherheit und Nachhaltigkeit aufgebaut werden. Das FüUstgBtl 283 ist seit 2005 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne in Lahnstein stationiert. Sein gut ausgebildetes Personal gewährleistet mit leis­tungsstarker und flexibel einsetzbarer Informations- und Kommunikationstechnik die zuverlässige Auftragserfüllung im In- und Ausland. Daher waren auch die Themen „Personalgewinnung, Personalsicherung und Personalqualifizierung“ Schwerpunkte der Veranstaltung.

Zu Beginn ihres Besuches wurden die Gäste in den modernen HwK-Bildungszentren über die Strukturen der beruflichen Erstausbildung sowie der Fort- und Weiterbildung informiert. Dabei wurde deutlich, dass der technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandel Unternehmer wie Mitarbeiter – somit auch Soldaten auf Zeit (SaZ) – dazu zwingt, systematisch in ihre berufliche Bildung zu investieren. Durch die vielfältigen Möglichkeiten der Anpassungs- und Aufstiegsfortbildung in Handwerk, Industrie und Handel hat der ehemalige Soldat beste Chancen bei der Rückkehr in den zivilen Arbeitsmarkt. Dabei tragen vor allem modulare Bildungs- und Praktikumsangebote den immer kürzer werdenden Zyklen im Wandel von der Industrie- zur globalen Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft Rechnung. Es bleibe aber auch die Aufgabe der Wirtschaft, so die Teilnehmer, die qualifizierenden Unterstützungsleistungen arbeitsmarktgerecht auszufüllen.

In diesem Zusammenhang stellte Benner die gewachsene partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Wirtschaft, zwischen den militärischen und zivilen Dienststellen vor, die seit mehr als 30 Jahren vom Standort Koblenz-Lahnstein über das BzBwWi bundesweit ausstrahlt. Dazu gehört neben der Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr auch ein gelebtes Personal­modell mit dem Zentrum für Nachwuchsgewinnung West. Wehrberatungsoffizier Leutnant Markus Lackmann führte aus, dass die Wehrdienstberatung bereits seit 2002 „unter einem Dach“ im BzBwWi Kob­lenz integriert ist. Die Leis­tungsbereiche sind verzahnt, Lehrlinge erhalten dadurch bes­te Erstinformationen über eine Karriere in den Streitkräften durch den Wehrdienstberater – der Start einer „Win-win-Kooperation“ zwischen Bundeswehr und Wirtschaft, die in die Wiedereingliederung ehemaliger SaZ in den zivilen Arbeitsmarkt mündet.

Karsten Dauer, Trainingsleiter IT der HwK Koblenz, zeigte auf, dass die durch die Bundeswehr hoch qualifizierten Soldaten der Informations- und Kommunikationstechnik durch ein ergänzendes, modular aufgebautes, transparentes und durchlässiges System von Zusatzqualifikationen mit Praktikumsanteilen und anerkannten Fortbildungsabschlüssen beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. „Die in den Streitkräften erworbenen Kompetenzen sind dabei ein wichtiges Fundament für weitere Bildungsprozesse“, so Dauer.

„Um die vorhandenen Ressourcen noch besser als bisher zu bündeln und für die Soldaten möglichst reibungslose Übergänge in die Unternehmen der Wirtschaft zu ermöglichen, soll die Zusammenarbeit am Stand­ort Koblenz-Lahnstein weiter gestärkt werden“, so die ab­schließende Zusammenfassung durch Oberstleutnant i.G. Rainer Beeck.

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