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Freizeit- und Tourismusbranche

Berufsbild Tourismusmanager/-in

Egal ob Trekking im Himalayagebirge, Badeurlaub, eine Reise nach Berlin oder ein Ausflug nach Jerusalem: Jeder Mensch hat individuelle Wünsche, wie er seine Freizeit gestalten möchte – Tourismusmanager kommen diesen Bedürfnissen entgegen und versuchen, den Menschen zu unvergesslichen Freizeiterlebnissen zu verhelfen. Sie chartern zum Beispiel Flugzeuge, Züge und Schiffe für Gruppenreisen. Sie organi­sieren die Betriebsabläufe in Reisebüros, bestellen Hotelbetten, Ferienhäuser sowie Apartments, und sie kalkulieren Preise und Kosten. Diese Informationen gelangen dann in die Prospekte und Werbebroschüren. Darüber hinaus sind Tourismusmanager neuen Reisetrends auf der Spur und vermarkten diese.

Ein weiteres Aufgabenfeld ist das Erarbeiten von Einzelangeboten, die den Kunden speziell angepasst sind, so etwa in Bezug auf Flug und Unterkunft. Kaufmännische und administrative Aufgaben wie Schriftverkehr mit Veranstaltern, Beförderungsunternehmen, Fremdenverkehrsvereinen, Kurverwaltungen, Kunden oder Versicherungsunternehmen bilden einen Großteil der täglichen Arbeit. In der Öffentlichkeitsarbeit führen Tourismusmanager Informationsveranstaltungen durch, geben Presseinformationen heraus und werben auf Touristik- und Freizeitmessen. Und eines machen sie auch noch als Teamleiter/-innen: die Überwachung und Kontrolle der Arbeitsabläufe. Im Bereich Travel-Management gehört die Organisation von Geschäftsreisen in Großunternehmen, Behörden oder Institutionen mit dazu.

Insgesamt verbessern Tourismusmanager die Geschäftsmodelle, entwickeln neue Kommunikationswege, denken sich neue Produkte aus und planen Strategien, um neue Märkte zu erschließen. Betriebswirtschaftliches Wissen spielt dabei eine erhebliche Rolle. Der monatliche Verdienst ist gut: Der tarifliche Bruttogrundlohn kann zum Beispiel 2500 bis 3060 Euro betragen. Man arbeitet hauptsächlich in Unternehmen der Touristikbranche beziehungsweise des Hotel- und Gaststättenwesens. Darüber hinaus in Kurverwaltungen, Fremdenverkehrsverbänden, bei Messegesellschaften sowie im Bereich Werbung und Public Relations. Oder in der Luft- und Schifffahrt und im Straßen- und Schienenverkehr. Der hauptsächliche Arbeitsort ist das Büro mit Computer; Kundenkontakt und Teamarbeit sind ebenso gefragt. Je nach Jahreszeit, Ferien und Reisesaison kann das Arbeitsvolumen dabei schwanken, wobei es vorkommt, das man auch samstags arbeitet oder im Hotelgewerbe sogar an Sonn- und Feiertagen: ein anspruchsvoller Job.

Zugang
Mit dem Studiengang „Tourismusmanagement“ (auch: „Hotel- und Tourismusmanagement“) ist es möglich, bereits nach sieben Semestern in die Tourismusbranche einzusteigen, beispielsweise durch einen Bachelor-Studiengang. In den ersten drei Semestern lernen die Studenten dabei wirtschaftswissenschaftliches Basiswissen und tourismusspezifische Grundlagen. Im vierten Semester können die Studierenden, entweder im Ausland oder im Inland, praktische Erfahrungen bei Unternehmen sammeln.  Im weiteren Verlauf des Studiums kommt dann auch der Ausbau der sprachlichen Fähigkeiten, das Erwerben interkultureller Kompetenzen und ein Praktikum im Ausland sowie praxisbezogene Projektarbeiten hinzu. Im siebten Semester schließt man den Studiengang mit der Bachelor-Prüfung ab. Oft reicht die offizielle Regelstudienzeit jedoch nicht aus, um eine Studienprogramm zu bewältigen, sodass sich die Gesamtdauer normalerweise verlängert.

An folgenden Universitäten ist ein solches Studium möglich: Baltic College (mit Standorten in Ostdeutschland), Karlshochschule International University Karlsruhe (ehem. Merkur internationale FH Karlsruhe), Hochschule Deggendorf, Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Hochschule Harz, Fachhochschule Worms, Hochschule Bremen, Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, Fachhochschule Westküste, Hochschule München, SMBS – University of Salzburg Business School, Hochschule Kempten, Internationale Fachhochschule Bad Honnef-Bonn, Hochschule Heilbronn, Leuphana Universität Lüneburg, Management Akademie Riesa, Technische Universität Dresden und Hochschule Zittau/Görlitz.

Hans Martin Krause

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