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SaZ-Modell in der 7. Runde erfolgreich

Sieben ehemalige Soldaten auf Zeit (SaZ) schlossen bei den dies­jährigen Sommerprüfungen ihre Lehre zum Feinwerkmechaniker, Metallbauer und Elektroniker mit Erfolg ab. Vertreter der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, des von ihr mitgetragenen Beratungszentrums Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi), der Prüfungsausschüsse und des Berufsförderungsdiens­tes der Bundeswehr (BFD) würdigten die besondere Leistung und überreichten die Prüfungszeugnisse. Prüfungsbester mit 90,6 Punkten wurde Elmar Torgauer aus Plauen, der eine Entfernung von fast 500 km in Kauf nahm, um am SaZ-Modell teilzunehmen.

Während die drei Handwerksberufe regulär in 42 Monaten ausgebildet werden, fordert das SaZ-Modell den Abschluss bereits in 15 Monaten. Dabei erfolgt in insgesamt zehn Monaten die berufliche Fachbildung in einem ausbildungsberechtigten Betrieb in Heimatnähe der ehemaligen SaZ. In fünf Monaten werden die fachtheoretischen und fachspezifischen Kenntnisse überbetrieblich in den Bildungszentren der HwK Koblenz und dem CJD Berufsförderungswerk Koblenz gGmbH in Vallendar vermittelt. Für Ausbildungsbetriebe ist das Modellvorhaben äußerst attraktiv, da man zum einen in einer sehr kurzen Zeit über gute Fachkräfte verfügt und zum anderen, je nach Verpflichtungszeit der Soldaten, durch finanzielle Mittel der Berufsförderung nach dem Soldatenversorgungsgesetz unterstützt wird – bis hin zur vollständigen Kos­tenübernahme.

Die jungen, ehemaligen Soldaten können stolz auf das Erreichte sein: Sie haben in diesen 15 Monaten bewiesen, dass sie bereit sind, sich einzusetzen und mit viel Mut und Disziplin für ihr Ziel zu kämpfen, auch wenn es aufgrund der stark verkürzten Lehrzeit oft nicht einfach war, den allgemeinen handwerklichen Standard in sehr kurzer Zeit zu erreichen. Für die frisch gebackenen Gesellen ist dieser Abschluss nach einer Verpflichtungszeit bei der Bundeswehr von mindestens vier Jahren die Eintrittskarte in einen zivilen Beruf. Mit der Gesellenprüfung haben die Junghandwerker eine tragfähige Grundlage für ihr weiteres Berufsleben. Dass die überdurchschnittlichen Leistungen auch Würdigung und Anerkennung bei den Ausbildungsbetrieben finden, zeigt sich insbesondere daran, dass mit Ausnahme eines SaZ alle von ihrem Ausbildungsbetrieb in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurden – nach dem Motto „gut qualifizierte Mitarbeiter sind die Visitenkarte eines guten Betriebes“. Diese Einstellung bestätigt auch Wilhelm Kuipers, Inhaber und Geschäftsführer der Kuipers CNC-Blechtechnik GmbH & Co.KG in Meppen-Hüntel, der Karsten Hanenkamp eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker ermöglichte: „Unser Betrieb gibt sich mit durchschnittlichen Leis­tungen und durchschnittlichen Mitarbeitern nicht zufrieden.“ Kuipers ist vom SaZ-Modell und von seinem Mitarbeiter Hanenkamp überaus begeistert. Er ist nicht nur bereit, jederzeit wieder einem ehemaligen Soldaten im Rahmen des SaZ-Modells eine Chance zu geben, sondern fördert ihn auch nach bestandener Gesellenprüfung. „Kars­ten Hanenkamp soll sich in unserem Betrieb weiterentwickeln, die Karriereleiter wird ihm offen gehalten; er schließt sofort seine Meisterprüfung an und wir unterstützen ihn auch bei der Weiterqualifizierung zum Schweißfachmann.“

Die Bedeutung der Weiterqualifizierung betonte bei der Freisprechungsfeier der Feinwerkmechaniker auch HwK-Mitarbeiterin Carola Lafos, die die Teilnehmer am SaZ-Modell im BzBwWi betreut: „Ihre Lehrzeit ist zwar jetzt beendet und Sie gehören nun dem fachkundigen Kreis der Gesellen an, aber die Zeit des Lernens wird nie enden; Stillstand ist Rückschritt, aber wo lernbereite Jugend ist, ist Fortschritt in Wirtschaft und Wissenschaft.“ Wer als Soldat oder Betriebsinhaber Interesse am SaZ-Modell hat, kann sich auf der Homepage des BzBwWi informieren unter www.bundeswehr-wirtschaft.de/saz

Informationen zum Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Tel.: 0261/398-127, Fax: -934
E-Mail: info@bundeswehr-wirtschaft.de
Internet: www.bundeswehr-wirtschaft.de

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